Dass die amerikanische Sandwich-Kette „Subway“ immer wieder mal mit dem Ziel an die Öffentlichkeit tritt, die Nummer 1 auf dem Fastfood-Sektor zu werden, ist nichts Neues. Aktuell formulierte der Deutschland-Chef der Kette – wieder einmal – dieses Ziel gegenüber der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“: „Mittelfristig ist es weltweit in jedem Land, in dem wir vertreten sind, das Ziel, die Nummer Eins auf dem Fast-Food-Markt zu werden“, sagt Deutschland-Chef Michael Pokorski. In Branchenkreisen wird die Turbo-Expansion der US-Kette argwöhnisch beäugt. Schuld sei der Expansionsdruck aus Amerika, sagt ein Branchenkenner. „Subway sollte lieber schauen, dass die vorhandenen Läden weiter bestehen.“ In Deutschland hieß es noch vor zwei Jahren, 2011 solle die magische Zahl von 1500 Filialen erreicht und McDonald‘s überholt werden. In diesem Jahr, vermeldet Pokorski kleinlaut, wolle er erst einmal von 800 auf rund 900 Filialen wachsen, den Rivalen zu überrunden habe Zeit bis 2014.
In einem Land wie Österreich dürfte sich dieses Ansinnen noch viel schwieriger gestalten. Den rund 160 McDonald’s stehen gerade mal zwei Subway-Outlets in Wien gegenüber. Überhaupt tut sich das Sandwich-System in Österreich schwer. So hat es bereits mehrere Male einen Startversuch gegeben. Allerdings mussten die Franchisenehmer mangels Publikumszuspruch ihre Pläne wieder aufgeben.
Ein zu 100 Prozent auf Franchising zugeschnittenes Geschäftsmodell macht Subways rasante Expansion überhaupt erst möglich. Das heißt: Subway bietet die Geschäftsidee interessierten Existenzgründern gegen Zahlung eines bestimmten monatlichen Betrages an. Diese betreiben die Restaurants auf eigenes wirtschaftliches Risiko. Heute steuert Unternehmensgründer Fred de Luca aus der Zentrale in Bridgeport, Connecticut, weltweit 32 362 Schnellrestaurants, die für rund elf Milliarden Dollar Einnahmen sorgen. Nach Umsatz ist Subway bislang noch die zweitgrößte, nach Filialen die drittgrößte Fastfood-Kette auf dem Globus. Gewinnzahlen weist sie nicht aus.


