88 Prozent planen heuer zu verreisen.

© Bild: HGV PRAXIS/Axel Schimmel

Reiselust der Österreicher ungebrochen

12.01.2018 - 30.000 Besucher am ersten Tag der Ferienmesse zeigen: Die Reiselust der Österreicher ist ungebrochen. Krisengeschüttelte Destinationen werden hingegen gemieden.

 

Die Reiselust der Österreicher ist ungebrochen hoch und steigt sogar. 88 Prozent planen heuer zu verreisen, mehr als jeder Dritte möchte 2018 öfter Urlaub machen als im Vorjahr, ergab eine Online-Umfrage unter 1500 Personen. Die weltpolitische Lage beeinflusst allerdings das Reiseverhalten. Die Mehrheit der Befragten (80 Prozent) gab an, bestimmte Auslandsdestinationen zu vermeiden und vermehrt im Inland zu verreisen.

„Die Lust am Urlaub ist da, aber der Tourismus ist ein zartes Pflänzchen, das schnell verwelken kann“, sagte Ruefa-Geschäftsführer Walter Krahl am Donnerstag zum Auftakt der Wiener Ferien-Messe, die noch bis Sonntag geöffnet ist. Eingebrochen seien die Buchungen insbesondere in die Türkei. Zu den weltpolitischen Problemen kam dann auch noch die Pleite von Air Berlin und Niki. „Der Schaden für die Branche ist groß, weil wir für den Ausfall aufkommen müssen“, räumte Krahl ein. Kunden, die ihren Flug im Reisebüro gebucht haben bzw. ein Pauschalpaket haben, sind auch im Falle einer Insolvenz abgesichert. Ruefa hatte nach eigenen Angaben tausende betroffene Kunden abzufertigen, und „niemand ist zu Hause geblieben“, sagte Krahl. Urlauber, die ihr Ticket direkt bei der Airline gebucht haben, haben hingegen keine Absicherung und sind ihr Geld fürs Erste los.

Trotz vieler Turbulenzen sind die Österreicher sehr urlaubsaffin. Mehr als die Hälfte der Befragten verreist im Schnitt zwischen ein bis drei Wochen im Jahr. Mehr als vier Wochen urlauben insbesondere ältere Personen ab 60. Mehr als jedem Zweiten steht ein Urlaubsbudget von bis zu 1000 Euro pro Person zur Verfügung. Knapp einem Drittel hat mehr als 1000 Euro, der Rest mehr als 2000 Euro. Bei den meisten ist das Urlaubsbudget heuer gleich hoch wie 2017. 28 Prozent steht aber sogar mehr Geld fürs Verreisen zur Verfügung, insbesondere Jungen und Singles.

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