Passt nicht mehr in die „serviceorientierte Produktlinie“ der Stadt Wien: Das Opern-WC in der Karlsplatzpassage.

© Bild: wikimedia

Aus für Pinkeln im Dreivierteltakt

08.05.2018 - Wie die „Kronen Zeitung“ meldet, hat der Wiener Magistrat den Pachtvertrag für das legendäre Opern-WC in der Karlsplatzpassage gekündigt. Diese Toilette erlangte unter Touristen Kultstatus.

 

Diese öffentliche Toilette ist purer Kitsch. Von Weitem ist der Walzertakt schon hörbar. Opulente Bilder, die der Aristokratie huldigen, setzen dem Operettenflair noch eines drauf. Für eine Gebühr von 90 Cent ist es möglich, die Notdurft zu verrichten. Für Damen stehen fünf Kabinen mit brokatroten Rahmen zur Verfügung. Als musikalische Begleitung wird für den Toilettengang ein Medley bekannter Opernstücke gegeben.

In der zuständigen Magistratsabteilung 48 wird die Kündigung damit begründet, dass diese Toilette nicht mehr in das Bild der öffentlichen Bedürfnisanstalten der Stadt passe. Man sei bestrebt „ein einheitliches, modernes und hygienisch vorbildliches Erscheinungsbild“ abzugeben.

Naturgemäß wenig Freude mit der Kündigung hat der Betreiber. Es werde nicht nur eine Touristenattraktion zerstört, sondern die Toilette werde sechsmal am Tag gereinigt und sei rund um die Uhr geöffnet.

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