Fachkräfte sind in der Gastronomie und Hotellerie Westösterreichs Mangelware. Trotzdem bleibt der Status „Mangelberuf“ verwehrt.

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Viele Wege führen in die Küche

01.03.2018 - Koch gilt nicht als „Mangelberuf“. Trotzdem konnten 1600 Küchenmitarbeiter aus Nicht-EU-Ländern in die heimischen Betriebe geholt werden. Auch Saisonier-Regelung hilft.

 

In Österreich gibt es 27 „Mangelberufe“, bei denen es zu wenig Nachfrage für die offenen Stellen gibt. Köche sind nicht darunter, obwohl in Westösterreich händeringend nach Küchenprofis gesucht wird. Dennoch sind derzeit über 1600 Küchenjobs mit Menschen aus anderen Staaten besetzt, die auf unterschiedlichen Wegen als Facharbeiter ihren Weg auf den österreichischen Arbeitsmarkt gefunden haben. Das berichtet die APA in einer Aussendung.

Als Saisoniers waren Ende Jänner 227 Köche und 220 Kochgehilfen aus dem Ausland in Österreich tätig. Die Hälfte des Kontingents (Wintertourismuskontingent) wurde von Menschen aus Bosnien-Herzegowina genutzt, geht aus einer Sondererhebung des Arbeitsmarktservice (AMS) hervor. Die Saisonier-Regeln erlauben maximal sechs Monate pro Kontingent und innerhalb von zwölf Monaten maximal neun Monate Arbeit in Österreich.

Es gibt jährlich vier Kontingente: Für Sommer- und Wintertourismus, Landwirtschaft und Erntehilfe. Dazu kommen 420 Köche und Köchinnen aus Kroatien, die auf Basis der „Bundeshöchstzahlenüberziehungsverordnung“ vor allem in Salzburg und Tirol tätig sind. Das ist eine Übergangsbestimmung für Menschen aus EU-Ländern, die noch nicht der Personenfreizügigkeit unterliegen. Insgesamt gab es für Kroaten und Kroatinnen aus diesem Titel 653 Arbeitsbewilligungen.

Weitere 710 Jobs in der Küche gab es als Erst- und Neubewilligungen für Kroaten und Kroatinnen. Aber auch als „Schlüsselkräfte“ mit einer Rot-Weiß-Rot-Card sind 65 Köche in Österreich tätig. Abgerundet wird die Suche nach Fachpersonal in der Küche durch 246 Asylwerber, die eine entsprechende Lehre machen – das ist ein Drittel aller Lehren für Asylwerber, zeigt das AMS Spezialthema zum Arbeitsmarkt vom Februar 2018.

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