Stoßen auf ein erfolgreiches Jahr an: Jutta Kaufmann-Kerschmann und Sigi Menz, Geschäftsführerin bzw. Obmann des österreichischen Brauereiverbandes.

© Kurt Kainrath

Die Deutschen bleiben zurück

28.02.2018 - Wenigstens beim Biertrinken sind die Österreicher dem Nachbarn inzwischen überlegen. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 106 Litern jährlich ist die Alpenrepublik Vizeweltmeister.

 

Nur die Tschechen bechern mehr. Wie der Brauereiverband dieser Tage mitteilte, liegt Österreich mit 212 Halben pro Einwohner und Jahr auf dem soliden zweiten Platz hinter Tschechien, Deutschland ist mit 102 Maß dagegen schon weit abgeschlagen. Schließlich konnte die heimische Brauwirtschaft mit einem Ausstoß von rund 9,7 Millionen Hektoliter im vergangenen Jahr sogar um 1,7 Prozent zulegen, exportiert wurden sogar um 18,2 Prozent mehr vom Gerstensaft.

Die Zahlen verstehen sich inklusive alkoholfreie Biere sowie die Erzeugnisse der vielen in den vergangenen Jahren entstandenen Mikrobrauereien. Insgesamt zählt der Brauereiverband nun 145 gewerbliche und 127 Hausbrauereien, die in Österreich auf die Verarbeitung von Getreide und Hopfen zum (meist) alkoholhaltigen Getränk setzen. Vor zwanzig Jahren zählte man noch keine hundert gewerbliche Brauereien in Österreich.

Den Grund für den anhaltenden Erfolg des Getränks ortet Verbands-Obmann Sigi Menz auch in etlichen österreichischen Eigenarten. „Unser Erfolgsrezept? Qualität, Vielfalt und vor allem: eine spezifisch österreichische Gastlichkeit, eine Atmosphäre des kultivierten Genusses, die Österreichs Brauer gemeinsam mit der österreichischen Gastronomie insbesondere in den letzten Jahren geschaffen haben. Weltweites Vorbild in Sachen Bier- und Genusskultur ist Österreich auch mit der weiterhin an Bedeutung gewinnenden Bier-Sommelier-Ausbildung“, sagte Menz anlässlich der Präsentation der aktuellen Zahlen.

Wenig Freude hat die Branche dagegen mit der hohen Biersteuer, die im Jahr 2000 als Ersatz für die Getränkesteuer eingeführt wurde. Sie ist 2,5mal so hoch wie in Deutschland und belastet gemeinsam mit der Mehrwertsteuer den Biereinkauf mit gut 30 Prozent Mehrkosten. Dem Staat bringt die Biersteuer jährlich rund 200 Millionen Euro, insgesamt führen die gesamten Steuern auf Bier den Fiskus mit 700 Millionen Euro jährlich.

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