Zweites Standbein mit kaltem Kaffee.

© Bild: meinlkaffee.com

Cold-Brew-Sparte beflügelt Meinl

11.06.2018 - Der Wiener Kaffeeröster setzt bei kalten Kaffeegetränken aufs richtige Pferd. Die Cold-Brew-Mischungen erfreuen sich verstärkter Beliebtheit.

 

Julius Meinl Kaffee will sich mit Kaltgetränken in der warmen Jahreszeit ein zweites Standbein schaffen. Die kürzlich eingeführte „Cold Brew“-Kaffeemischung und „Tea on the Rocks“ würden von den Gastronomen immer stärker nachgefragt, sagte Meinl-Kaffee-Chef Marcel Löffler in einem Pressegespräch. Für 2017 meldete der Kaffeeröster den achten Gewinn- und Umsatzanstieg in Folge.

Der Umsatz von Meinl Kaffee mit Sitz in Wien stieg 2017 im Vergleich zum Jahr davor um 7,5 Prozent auf 172 Mio. Euro, davon wurden 43,7 Mio. Euro (+7,9 Prozent) in Österreich erzielt. Neben dem Heimatmarkt lief es für Meinl umsatzmäßig besonders gut in Ost- und Südosteuropa sowie Nordamerika. Der Tee-Umsatz legte um 12 Prozent auf 6,5 Mio. Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) erhöhte sich um 8,9 Prozent auf 26,8 Mio. Euro.

In den nächsten zehn Jahren will der Traditionskaffeeröster zu einer Weltmarke in der Gastronomie und Hotellerie werden. Dies soll mit der Expansion im Mittleren Osten, in Ost- und Südostasien und den USA erreicht werden. In Europa sollen noch die „Lücken“ in Skandinavien, in den Benelux-Ländern und Frankreich sowie Spanien und Portugal geschlossen werden. Ab 2025 will der Kaffeeröster auch außerhalb Österreichs im Einzelhandel expandieren, kündigte der Meinl-Kaffee-Chef an. Es gehe darum, über die Gastronomie die Marke weltweit bekannt zu machen, um dann von Lebensmittelhändlern gelistet zu werden.

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