Drei Generationen Winterhalter, v. l.: Gründer Karl (2012 im Alter von hundert Jahren gestorben), Sohn Jürgen und Enkel Ralph Winterhalter.

© Bild: Winterhalter

Die Aufnahme aus dem Firmenarchiv zeigt die Anfänge der Produktion 1949.

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70 Jahre Winterhalter: Jubiläum einer Erfinderschmiede

14.07.2017 - Es begann mit der „Backhexe“, einem tragbaren Backrohr (1947): Heute zählt Winterhalter, mit Werken in Baden Württemberg, der Schweiz und Thailand zu den führenden Spülgeräteherstellern weltweit.

 

Das Kriegsende zwang den arbeitslosen Ingenieur zum Neuanfang – ein Start allerdings mit Erfindergeist: Aus Schrott baute Karl Winterhalter mit der legendären „Backhexe“, einem tragbaren, elektrischen Backrohr, 1949 seinen ersten Verkaufsschlager. Die Spezialisierung auf das gewerbliche Spülen erfolgte 1957 mit der Geschirrspülmaschine GS 60.

Die Nachfolger des Gründers wurden schon in jungen Jahren mit dem Firmenvirus infiziert. Jürgen Winterhalter, Geschäftsführer und Sohn des Firmengründers, wuchs in der Welt der Spültechnik auf. Die Entwicklung der ersten Spülmaschinen fand noch im Wohnhaus der Familie statt, die Hütte neben dem Wohnhaus diente als erste Werkstatt und im Garten wurden die Versuche mit dem Prototypen der GS 60, der ersten Spülmaschine, gemacht. Jürgen Winterhalter erinnert sich: „Die Teller, die meine Mutter mit Spinat eingerieben hat und an der Sonne trocknen ließ, wurden tatsächlich sauber. Das hat mich fasziniert.“

Sauberes Geschirr in kürzester Zeit traf den Bedarf damals perfekt fand großen Anklang in der Gastronomie. Die Serienproduktion wurde aufgenommen, weitere Produktionsstandorte in Endingen (Deutschland) und Rüthi (Schweiz) folgten. Auch Ralph Winterhalter, Geschäftsführer und Enkel des Firmengründers, wurde das Spültechnikgen in die Wiege gelegt. Bis zu seinem vierten Lebensjahr wohnte er auf dem Werksgelände in Meckenbeuren – sein Spielplatz war die Produktion.

Mit der ersten Niederlassung in Holland startete 1967 die Internationalisierung der Marke, die von Jürgen Winterhalter konsequent vorangetrieben wurde. Nach und nach wurden weitere Tochtergesellschaften in Europa und Asien gegründet. Ralph Winterhalter führt diese Entwicklung weiter und betont: „Wir sind an einem Punkt, wo es nicht mehr reicht, ein deutsches Unternehmen mit einem großen Exportanteil zu sein. Unsere Märkte sind in einem unterschiedlichen Entwicklungsstadium und haben unterschiedliche Bedürfnisse. Wir müssen ein internationales Unternehmen werden, das unter anderem den deutschen Markt bedient.“ Die Konsequenz daraus war, dass Winterhalter 2015 eine eigene Produktionsstätte in Rayong (Thailand) eröffnet hat, wo speziell für den asiatischen Markt entwickelte Maschinen produziert werden.

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