Ausgabe 09/2010

Gastronomie:
Herbstzeit ist Genusszeit

Catering:
Die Big Five erstmals in Diskussion

Caffetteria Giuseppe: 
7. Sinn für Lustgewinn

Sonderteil McDonald’s:
Der sanfte Riese

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Wenn Hoteliers schreiben
15.02.2009

Die ÖHV schrieb dem Bundeskanzler einen offenen Brief und fordert die Freigabe des Arbeitsmarktes.

In der Verzweiflung hilft oft nur der Griff zur Feder. Auch die Präsidenten der ÖHV schrieben sich nun ihren Frust von der Seele. In einem offenen Brief an den Bundeskanzler wird die sofortige Öffnung des Arbeitsmarktes für Mitarbeiter aus den eh nicht mehr so neuen EU-Ländern gefordert.

Der Wegfall der Restriktionen sei nicht nur eine moralische Pflicht, barmen die Hoteliers, viel mehr sei auch eine dauerhafte Schädigung der österreichischen Wirtschaft zu erwarten. Mit dieser Ansicht haben die Profi-Gastgeber durchaus recht, denn während die heimische Politik aus purem Populismus die Grenzen dicht hält, zieht der Strom gut ausgebildeter oder zumindest bestens qualifizierbarer Arbeitskräfte an uns vor nach Spanien, Frankreich oder Großbritannien.

Dem nach wie vor wachsenden Segment der Freizeitwirtschaft, die an die 20 Prozent zum Bruttosozialprodukt beiträgt, gehen dagegen die Mitarbeiter aus – kein gut gehender Hotelbetrieb, der nicht sofort zugreifen würde. Wenn es sie nur gäbe.

Aber vielleicht kommt der Brief an den Kanzler ohnehin zu spät. Denn wenn das – ebenfalls von der ÖHV beklagte – zögerliche Verhalten der Banken bei der Kreditvergabe weiter anhält, dann gerät der Tourismusweltmeister Österreich wegen mangelnder Investitionen auf lange Sicht ohnehin ins Hintertreffen. Und dann brauchen wir die jetzt so sehnlichst erwünschten Mitarbeiter auch nicht mehr. -lado-