Zwar ist der Februar der erste Monat, in dem gegenüber dem vergangenen Rekordwinter ein Rückgang verzeichnet wird, doch bleibt die laufende Saison insgesamt mit 1,1 Prozent im Plus. Aber auch der Februar verlief äußerst positiv: Mit 1,8 Prozent Rückgang bei den Nächtigungen hält er gegenüber dem Februar des Vorjahres mit 16 Millionen Übernachtungen das zweitbeste Ergebnis aller Tourismuszeiten.
Diese erste Bilanz zog heute Spartenobmann Hans Schenner. Demnach dürfen sich die heimischen Tourismusunternehmer insgesamt über den zweitbesten Winter aller Zeiten freuen. Dabei trägt die Ferienhotellerie an den Rückgängen gegenüber dem Vorjahr kaum Schuld. Besonders schlimm erwischte es im Februar den Stadt- und Kongresstourismus. Metropolen wie Wien und Salzburg beklagen bei den Business-Nächtigungen Einbußen von rund zehn Prozent. Dabei mussten Hotels der Vier- und fünf-Stern-Kategorie ein Minus von 5,3 Prozent, die Drei-Stern-Häuser minus 6,2 und die Zwei- und Ein-Stern-Betriebe minus 11,2 Prozent hinnehmen.
Generell ist für den März ein leichter Rückgang zu erwarten, der April dürfte dagegen aufgrund der späten Ostern überwiegend positiv verlaufen.
Die Aussichten für die Sommersaison sind nach Meinung des Spartenobmannes schwer abschätzbar. Allerdings sieht Schenner hier durchaus Anlass zum Optimismus. So hätte eine erstmals in allen 27 Staaten der EU durchgeführte Umfrage ergeben, dass sich die meisten EU-Bürger einen Urlaub leisten können. Nur 19 Prozent der Befragten geben an, dass sie 2009 sicher nicht verreisen werden. Der große Rest tendiert zum Urlaub im eigenen Land oder in dessen Nähe.


