Oft seien Märkte nur mehr eine Aneinanderreihung von Lokalen.

© Bild: HGV PRAXIS/Axel Schimmel

Wien schiebt Fressständen einen Riegel vor

13.07.2017 - Die für Märkte zuständige Wiener Stadträtin Ulli Sima will die Nebenrechte von Marktständen, die eine teilweise gastronomische Nutzung erlauben, drastisch einschränken.

 

Die Stadt Wien will das Gastro-Angebot auf Märkten einschränken. Bei Neuanmeldungen von Gemüse- und anderen Lebensmittelständen werden keine sogenannten Nebenrechte mehr vergeben, die bisher zusätzlich erlaubt haben, Speisen und Getränke an bis zu acht Sitzplätzen zu kredenzen, bestätigte die für Märkte zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) einen Bericht der „Presse“.

Die Stadt wolle aber keinesfalls die Gastronomie auf Märkten verbieten, betonte Sima in einer Aussendung. „Das Gastronomieangebot ist ein wichtiger Faktor auf unseren Märkten, aber klar ist: Wir haben einen Versorgungsauftrag, wollen die Märkte als Nahversorger erhalten und keine reinen Fressmeilen fördern.“ Die neue Regelung ist seit 1. Juli in Kraft. In bestehende Verträge wird nicht eingegriffen. Laut Marktordnung darf derzeit ein Drittel der Stände als reine Gastronomiestände betrieben werden.

In den vergangenen Jahren sei es allerdings zu einem „Wildwuchs“ an Gastro-Ständen gekommen, da viele Standler das System unterwandert hätten. „Wir wollen, dass die Besucherinnen und Besucher ein breites und attraktives Angebot an Obst, Gemüse und Lebensmitteln auf den Märkten vorfinden und sich nicht nur ein Gastro-Stand an den nächsten reiht. Bei einigen Märkten hatte man schon den Eindruck, sie bestehen fast ausschließlich aus Lokalen, das ist inakzeptabel“, sagte Sima.

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