Theo Muntigl (r.) ist neuer Wirt im Salzburger Restaurant Schmederer. Über viele Jahre bildete er mit Thomas Dreher (l.) ein kongeniales Duo, das von Gault Millau mit drei Hauben gekrönt wurde. Bild: HGV PRAXIS

Villa Schmederer: Muntigl übernimmt
10.11.2011
Für das Salzburger Restaurant „Schmederer“ wurde nun eine Nachfolgelösung gefunden: Der bekannte Gastronom Theo Muntigl übernimmt die noble Adresse.

Die Wellen schlugen hoch, als das insolvenzbedingte Aus für den bisherigen Betreiber Mario Kaltenbacher publik wurde. Zur Erinnerung: Wenige Wochen nach dem Ende der Salzburger Festspielsaison „bat“ Kaltenbacher seinen Verpächter und Eigentümer der Villa Schmederer, den deutschen Gründer der Gruppe Media-Markt Saturn Erich Kellerhals, um Auflösung seines Pachtverhältnisses. Nach knapp eineinhalb Jahren war Kaltenbacher am betriebswirtschaftlichen Ende angelangt und zog die Konsequenzen.

Das Eigentümerehepaar Kellerhals sah sich gezwungen, erneut auf Pächtersuche zu gehen. Projekte dieser Art ziehen sofort die wildesten Gerüchte nach sich. Viele namhafte Köche wurden genannt – auch von Jörg Wörther war die Rede. Doch das Rennen machte ein anderer: Theo Muntigl, erfolgreicher Gastronom, der seine Wirkungsstätten vorzugsweise in und um Kitzbühel hatte, übersiedelt nach Salzburg, um das Restaurant Schmederer neu zu beleben.

Muntigl leitete die vergangenen acht Jahre nicht nur das Kitzbühler Hotel Tennerhof erfolgreich, sondern führte als gastronomischer und kulinarischer Mentor den jungen Koch Thomas Dreher zu herausragenden Höchstleistungen. So wurde Dreher von Gault Millau mit drei Kochhauben ausgezeichnet. Das Duo wechselte dann in die Tiroler Nobeladresse „Schloss Münichsau“, wo Thomas Dreher nach wie vor kocht.

Für Muntigl stellt Salzburg einen grundlegenden Neustart dar. Wieder will er ein junges Kochtalent an die kulinarische Spitze führen. Einen Namen hat er schon, nennt er aber noch nicht. Die Voraussetzungen sind jedenfalls top. Mit dem Restaurant Schmederer verfügt er über ein hervorragendes Lokal, das höchsten Ansprüchen genügt. Seine Kontakte zur Top-Klientel in Tirol werden sich ebenso bezahlt machen. Aber die größte Herausforderung sieht Muntigl darin, die vermeintlichen Barrieren abzubauen. Für ihn ist der Betrieb kein Wirtshaus, sondern immer ein Gasthaus, also ein Betrieb, in dem das Wohl des Gastes an erster Stelle steht und nicht das des Wirtes. Eröffnet wird am 2. Dezember.