Der umtriebige Scheich al Jaber streckt via Kneissl seine Fühler nach Osttirol aus. Bild: HGV PRAXIS
Der saudische Milliardär und Besitzer der internationalen Hotelkette JJW, Scheich Mohammed Bin Issa al Jaber sorgt für Wirbel im „heiligen“ Land Tirol. So meldet es zumindest die „Tiroler Tageszeitung“.
Der Grund für die Aufregung sind die Pläne des Kufsteiner Skierzeugers Kneissl, der angeblich in der Osttiroler Bergsteiger-Gemeinde Kals am Großglockner die Errichtung eines Luxushotels beabsichtigt. Die Skifirma, die mehrheitlich al Jaber sowie dem Unterländer Unternehmer Fritz Unterberger gehört, meldete am 2. Dezember, 2010 in Kals mit dem Bau eines 28 Millionen Euro teuren Hotelprojektes zu beginnen. Ein weiteres Haus der selben Größenordnung soll in Seetal auf dem Kärntner Goldeck entstehen. Insgesamt würden dadurch 240 neue Jobs geschaffen.
Irritationen löste die Aussage „Der Kauf der dafür gewidmeten Grundstücke ist im Gange“ aus. Der Kalser Bürgermeister Klaus Unterweger zeigte sich „sehr überrascht“ und meinte weiters: „Fest steht, es gibt für dieses Areal keine entsprechende Widmung und noch nicht einmal einen Antrag dafür.“
Wie die „TT“ weiter berichtet, gehört das Areal, das direkt an der Talabfahrt liegt dem Zillertaler Skiliftkaiser Heinz Schultz, die die erforderlichen Genehmigung wiederum als „reine Formalität“ ansieht. Nicht nur das: Kneissl und Schultz wollen noch weitere Hotelprojekte starten. „Wir haben ja auch noch andere Skigebiete“, meinte Schultz kryptisch. Tatsache hingegen ist: Das Kalser Kneissl-Hotel soll ein Fünf-Stern-Haus mit 250 Betten werden.


