Technisch ausgereift und zuverlässig genießen Elro-Großkochanlagen in der Gemeinschaftsgastronomie weltweit den besten Ruf. Bild: HGV PRAXIS
Das Gerücht geisterte bereits länger durch die Branche, jetzt wurde es HGV PRAXIS online exklusiv bestätigt: Der Schweizer Paradehersteller von Großküchenanlagen Elro gehört ab 1. September dem US-amerikanischen Mischkonzern ITW (Illinois Tool Works).
Für Elro, ein mittelständisches Unternehmen aus Bremgarten nahe Zürich mit 180 Mitarbeitern und einem weltweiten Umsatz von 28,6 Millionen Euro, dürfte der Verkauf eine gute Lösung darstellen. Seit 21 Jahren stand das Unternehmen im Besitz der TH-Industrieholding. Deren Schweizer Privataktionäre fällten bereits im vergangenen Herbst den Entschluss, die nur mäßig ins Portfolio passende Manufaktur abzustoßen.
Unter dem Dach des vor über 100 Jahren gegründeten Konzerns ITW versammeln sich dagegen rund 850 Firmen aus allen technischen Sparten. Das Segment Food Equipment trägt rund 14 Prozent zum Gesamtumsatz von gut zehn Milliarden Euro bei. Darin finden sich auch hierzulande wohlbekannte Unternehmen wie Avery Berkel, Hobart, Foster oder Bonnet Cidelcem. ITW ist dafür bekannt, die von ihm kontrollierten Unternehmen selbstständig agieren zu lassen.
Elro ist nach eigenen Angaben der technologisch führende Hersteller von Großkochanlagen, die vor allem in der Gemeinschaftsverpflegung eingesetzt werden, zunehmend aber auch in den Küchen der gehobenen Hotellerie und Gastronomie Einzug halten.
Elro-CEO René Föhn, der intern auch für die Tochtergesellschaft Elro Österreich zuständig ist, wird das Unternehmen mit Jahresende aus Altersgründen verlassen. Österreich-Geschäftsführer Johann Wimmer sieht die Veränderungen positiv: „Für die österreichischen Kunden von Elro wird sich durch die Übernahme nichts ändern. Im Gegenteil, wir erwarten uns über diverse Synergieeffekte noch mehr Schwung und Dynamik in unserem bestens aufgestellten Unternehmen.“


