„Die Schweiz nimmt mehr als zehn Millionen Euro zusätzlich in die Hand. Wir schaffen es nicht einmal, das Budget der Österreich Werbung auf den Stand von 2001 zu bringen.“ ÖHV-Präsident Sepp Schellhorn ist erbost über die Vernachlässigung des Tourismus durch die Regierung. „Der Mitbewerb rüstet auf und wir schauen zu.“ Schließlich erlässt auch Deutschland tourismuspolitische Leitlinien, um die eigene Freizeitwirtschaft zu stützen.
Noch sind es weniger rückläufige Nächtigungszahlen, unter der die Hoteliers zu leiden beginnen. Vielmehr machen ihnen die zurückhaltende Kreditpolitik der Banken bzw. zum Teil unakzeptable Konditionen zu schaffen. Notwendige Investitionen werden so zurückgestellt, mit allen Auswirkungen auf Baugewerbe und Zulieferbetriebe.
Gleichzeitig kämpft die gehobene Hotellerie in den Großstädten mit vorerst moderaten Nächtigungsrückgängen. Die Ferienhotellerie dagegen verzeichnet vielfach noch Zuwächse für die laufende Saison.
Um Einbrüche bei Geschäftsreisen, Kongress- und Tagungstourismus auszugleichen, fordert die Hoteliersvereinigung nun eine kräftige Aufstockung des Budgets der Österreich Werbung. „Wenn jetzt auch noch die Urlauber wegbleiben, dann hat das gravierende Folgen für alle Beteiligten. Für die Länder, die Gemeinden aber auch die Mitarbeiter und die Unternehmen. Daavon erholen wir uns dann jahrelang nicht mehr“, fürchtet Schellhorn.


