Salzburg von oben. Städte und Kultur, Alpen, Donau und Seen sollen die Schwerpunkte der österreichischen Tourismuswerbung werden.

Tourismus wieder Chefsache
02.03.2010
Nach der Vorstellung der künftigen Tourismusstrategie für Österreich freut sich der Wirtschaftsminister über positive Reaktionen.

In der am vergangenen Freitag in Innsbruck vorgestellten „Tourismusstrategie für Österreich“, die in einer Reihe von Workshops erarbeitet wurden, fordert Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner in erster Linie eine Konzentration der Bemühungen respektive eingesetzten Marketinggelder im heimischen Tourismus. Bei den Förderungen soll die Übersichtlichkeit verbessert werden, die Zusammenarbeit der Einrichtungen des Bundes, der Länder und der rund 450 regionalen Tourismusorganisation wird gefordert. Zusätzlich soll sich das Marketing auf die drei Hauptthemen „Alpen“, „Donau und Seen“ sowie „Städte und Kultur“ konzentrieren.

Durchaus Schelte gab es zum Teil für die Innovationskraft der Freizeitwirtschaft. Hier seien noch etliche Anstrengungen nötig, der heimische Tourismus verliere an Marktanteile, so der Minister. In einem Video-Interview für die APA-Tourismuspresse http://www.tp-blog.at legt Mitterlehner noch einmal nach. Er wirft der österreichischen Freizeitbranche zum Teil veraltete Strukturen und Angebote vor. Das Gebotene könne oft mit den Werbeversprechungen nicht mithalten, spricht Mitterlehner die Hotellerie direkt an.

Hier seien Innovationen gefragt und schleunigst umzusetzen. Daher will er diesem Thema besondere Aufmerksamkeit widmen und neue Lösungen mit einem Bonus von 50.000 Euro belohnen. Zudem seien neue Angebote für den Ganzjahrestourismus essentiell.

Trotzdem habe sich der Tourismus in der aktuellen Krise gut geschlagen und verdiene daher die spezielle Zuwendung des Wirtschaftsministers. Nach langen Jahren der politischen Vernachlässigung ist demnach, glaubt man den Worten Mitterlehners, der Tourismus endlich und verdientermaßen wieder Chefsache.