Spartenobmann Hans Schenner, Vida-Chef Rudolf Kaske, Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer und IHS-Chef Bernhard Felderer bei der erweiterten Sozialpartner-Pressekonferenz. Bild: WKÖHeuer fast 5000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Flexibilität und Weiterbildung bleiben Herausforderungen im touristischen Arbeitsmarkt.
Die Zahl der Beschäftigten im Tourismus steig im Mai 2010 in Österreich im Vergleich zum vorjahreszeitraum um drei Prozent an. Damit wurden 4981 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Zusätzlich gab es im Juni über 7000 Menschen mit einer Beschäftigungszusage. Aktuell gibt es im Tourismus 5144 offene Stellen. Diese Zahlen wurden am Montag im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz von Sozialminister, Wirtschaftskammer, Gewerkschaft und dem Institut für Höhere Studien (IHS) bekannt.
Es sei jetzt wichtiger denn je, vereint alle Kräfte zu bündeln und Zukunftsstrategien zu entwickeln, um noch besser für künftige Herausforderungen in der Branche gerüstet zu sein, war sich das erweiterte Sozialpartner-Gremium einig.
„Der Tourismus ist ein Jobmotor und Wachstumstreiber“, bestätigte Sozialminister Rudolf Hundstorfer, und verwies auch auf die Problembereiche der Branche. Die geforderte Arbeitsflexibilität mache es oft betreuungspflichtigen Eltern schwer, im Tourismus zu arbeiten, so der Minister. Gegensteuern könne man hier mit Aktionen wie dem Interreg-Projekt im Tiroler Bezirk Landeck. AMS, AK und WKÖ sichern hier mit weiteren Partnern zum Beispiel die Kinderbetreuung auch außerhalb der üblichen Schul- und Kindergartenzeiten. Auch zu Randzeiten an Wochenenden und in den Ferien ist hier die professionelle Betreuung der Kinder gesichert.
Als eine Leitbranche bezeichnet IHS-Direktor Bernhard Felderer den Tourismus. Um die wesentlichen Entwicklungen in den nächsten Jahren genau zu analysieren und zeitgerecht Maßnahmen setzen zu können wurde vom IHS im Auftrag der Sparte Tourismus der WKÖ der „Arbeitsmarkt-Monitor-Tourismus“ (AMT) entwickelt.
Um gemeinsam konkrete Schritte zur Forcierung und Attraktivierung des touristischen Arbeitsmarktes zu setzen, ist für den Herbst 2010 der bereits vierte Arbeitsmarktgipfel der Sozialpartner geplant. Schon in den vergangenen Jahren konnten im Rahmen der Arbeitsmarktgipfel wichtige Projekte initiiert werden, wie etwa eine verstärkte Fachkräfteausbildung in den Regionen, eine Informationskampagne zur Entfernungsbeihilfe oder die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen.

