Systemgastronomie in Österreich: Anteile nach Bereichen. Quelle: RegioPlan Consulting

System-Gastronomie holt auf
24.07.2009
Den größten Anteil haben Fastfood-Ketten. Internationale Systeme starten neuen Anlauf in Österreich.

Mit einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro trug die Systemgastronomie im vergangenen Jahr einen respektablen Anteil zu den österreichischen Gastronomie-Umsätzen bei. Doch die Ketten-Gastronomen wollen mehr, ermittelte Standortberater RegioPlan in seiner jüngsten Branchenanalyse.

Den größten Anteil am Umsatz der Systemer haben die Fastfood-Ketten und hier ist McDonald`s mit 165 Outlets eindeutig der Platzhirsch, gefolgt von Burger King mit 32 Betrieben. Nach der Kaffeehauskette Starbucks und dem Pastakonzept Vapiano planen nun weitere internationale Ketten wie Supergood oder Campo’s einen Start in Österreich. Auch Subway, schon einmal in Wien grandios gescheitert, will es noch einmal versuchen.

Recht gut behaupten sich indes die einheimischen Konzept-Gastronomen auf dem Markt. So ist etwa die Linzer Familie Platzl, die mit den Marken Pizzamann und Schnitzelhaus insgesamt 75 Standorte unterhält, der größte private Systemgastronom Österreichs. Auch die Nordsee mit 37 Filialen gehört zu den stillen Riesen im Restaurantbereich. Und Wolfgang Rosenberger muss sich mit 15 Landzeit-Restaurants ebenfalls nicht verstecken.

Selten beachtet wird auch das Potenzial der systematisierten Kauf- und Möbelhaus-Gastronomie. Lutz ist mit 41 Restaurants der größte Anbieter im Möbelhandel, Merkur betreibt im Lebensmittelhandel 65 Restaurants, gefolgt vom Spar-Konzern, der 50 gutgehende Interspar-Restaurants führt. Im Kaffeehausbereich hat Segafredo (37 Outlets) die Nase vorn, gefolgt von der Coffeshop Company (33) und der alteingesessenen Wiener Kaffehauskette Aida (28).

Bei RegioPlan sieht man im Aufblühen der Systemgastronomie durchaus einen Verdrängungswettbewerb. „Hinter filialisierten Betrieben stecken ein bereits erprobtes Konzept sowie meist ein finanziell potentes Unternehmen. Die kleinen Wirts- und Kaffeehäuser können diesem Druck oft nicht standhalten“, so die Standortexperten von RegioPlan.

Dabei wächst der Außer-Haus-Markt nach wie vor. Insgesamt orten die Experten von RegioPlan alleine bei den Privathaushalten in Österreich ein Umsatzpotenzial für die Gastronomie von gut sieben Milliarden Euro. Dazu kommt noch der Tourismus sowie die Ausgaben für Geschäftsessen und Firmenfeiern.

www.regioplan.eu