Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise haben auch in der Bilanz der SV Group ihre Spuren hinterlassen. Bild: tbs-identity

SV Group halbiert Gewinn
28.04.2010
Trotz gestiegener Anzahl der Betriebe muss die Schweizer SV Group ein Umsatzminus von zwei Prozent verkraften, der Gewinn schrumpfte um 55 Prozent.

Der Schweizer Großcaterer SV Group, dessen Kerngeschäft das Betreiben von Mitarbeiterrestaurants in Großbetrieben ist, hatte im Geschäftsjahr 2009 vor allem unter dem Ergebnisrückgang bei Kunden aus der Automobilindustrie zu kämpfen. Die Bewirtschaftung von Personalrestaurants ist die mit Abstand wichtigste Säule des Schweizer Unternehmens mit einem Anteil von 73, 7 Prozent. Rund 14 Prozent des Umsatzes werden im Geschäftsfeld Care erwirtschaftet, 7,8 Prozent im Event-Catering, rund vier Prozent entfallen auf gastronomische Leistungen für Hotels und lediglich 0,5 Prozent stammen aus dem Bereich der öffentlichen Gastronomie.

Der Gesamtumsatz 2009 von SV Group belief sich auf 616 Millionen Schweizer Franken (462 Mio. Euro). Das sind um zwei Prozent weniger als 2008 (626 Mill. sfr, oder 469,5 Mill. Euro), obwohl die Anzahl der bewirtschafteten Betriebe von 520 (2008) auf 545 (2009) gestiegen ist. Der Konzerngewinn von 3,2 Mill. Franken (2,4 Mill. Euro) schrumpfte um 55 Prozent im Vergleich zu 2008, wo er noch 7 Mill. Franken (5,25 Mill. Euro) betragen hat.

Neben dem Rückgang im Kerngeschäft mussten die Schweizer auch Einbußen im Event-Catering hinnehmen. Außerdem musste der schweizerische Standort Winterthur des englisch-asiatischen Fastfood-Konzeptes „wagamama“, dessen Franchise-Nehmer SV Group ist, geschlossen werden.

Dennoch zeigt sich das Unternehmen für 2010 zuversichtlich und strebt in sämtlichen Geschäftsfeldern und Ländern ein Wachstum an. Beim Tochter-Unternehmen SV Österreich, das 2009 in den Bereichen Business und Care nach eigenen Angaben „erhebliche“ Zuwächse verzeichnen konnte, wird 2010 der Schwerpunkt weiterhin auf das Care Catering und „dem Ausbau der bestehenden Partnerschaften“ gelegt.