Eine Erhöhung der Ortstaxe soll mithelfen die klammen Budgets der Kommunen zu sanieren. Bild: adp

Streit um Ortstaxe

01.02.2011 - Im Salzburger Land fordern Bürgermeister von chronisch klammen Kommunen eine Erhöhung der Ortstaxe von derzeit 1,10 auf zwei Euro. Die Beherberger wehren sich.

Vor allem die Ortschefs von tourismusintensiven Regionen wie dem Pinzgau oder dem Tennengau schließen sich der SPÖ-Forderung nach einer Erhöhung der Ortstaxe von derzeit 1,10 auf zwei Euro an. Die Bürgermeister argumentieren, damit würden sich Tourismusprojekte finanzieren lassen, die ohne diese Erhöhung vom Gemeindebudget bestritten werden müssten. Laut den Sozialisten würde eine Erhöhung um den genannten Betrag rund zehn Millionen Euro mehr pro Jahr in die Kassen der Kommunen spülen.

Von Seiten der Kammervertreter und der Hoteliers regt sich Widerstand. Hans Scharfetter, Wirtschaftskammer-Obmann aus Bad Hofgastein meint etwa: „Mit der Sparte Tourismus war bereits eine automatische Wertanpassung vereinbart.“ Das war den Sozialisten jedoch zu wenig. Der Flachgauer Hotelier und Spartenobmann in der Salzburger Wirtschaftskammer Albert Ebner sieht die Sache ähnlich: „Einer Indexanpassung würden wir zustimmen.“ Der Hotelier gibt aber weiter zu bedenken, dass der Tourismus nicht nur aus 4- und 5-Sterne-Betrieben besteht: „In diesen Häusern tut ein Euro mehr weniger weh, als in Betrieben mit niedrigerem Standard.“ Eigentlich muss die Ortstaxe vom Gast bezahlt werden. Im Niedrigpreis-Segment würde eine Abgabenerhöhung ziemlich sicher auf den Hotelier zurückfallen, zumal in diesen Bereichen, gewisse Preisgrenzen nicht überschritten würden.

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