Der Tourismus ist auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein verlässlicher Arbeitgeber. Chart: ÖHV
Der Beschäftigtenrückgang im österreichischen Tourismus lag, ausgehend vom Rekordniveau von mehr als 180.000 Mitarbeitern (2007/2008), 2008/2009 bei geringen 1,18 Prozent. Kurzarbeit war in der Branche kein Thema. Die Zahl der offenen Stellen ist jedoch um fast ein Viertel (22,3 Prozent) zurückgegangen.
„Es war schwierig, aber Österreichs Tourismusbetriebe konnten den Mitarbeiterstand in der Krise halten. Wenn alles gut läuft, kommen wir auch die nächste Zeit ohne große Einschnitte aus“, gibt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die Stimmung in der Branche wieder.
Im Februar stieg die Zahl der Beschäftigten sogar wieder um 0,98 %, die der offenen Stellen um 10,1 % im Vergleich zum – freilich niedrigen – Ausgangswert des Vorjahres. Die Betriebe leiden – als Folge aus der Finanzkrise – unter einem aggressiven Preiskampf innerhalb der Branche. Trotz der Hebung von Einsparungspotenzialen und der Verbesserung der Eigenkapitalstruktur, verbessert sich die Situation für die Mitarbeiter im Tourismus. Seit der Wintersaison 2006/07 ist die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in der österreichischen Ferienhotellerie um über 2 Stunden pro Woche gesunken. Das ist ein Rückgang um 5 %.
Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit sank in allen Qualifikationsgruppen und allen Abteilungen. Am größten war der Rückgang in Rezeption: Dort arbeiteten die Mitarbeiter im vergangenen Winter um durchschnittlich 2,4 Stunden pro Woche kürzer als 2006/07. Die Mitarbeiter in der Etage verzeichneten im selben Zeitraum einen Rückgang um 2,2 Stunden pro Woche. Die Küche reduzierte die Wochenarbeitszeit um 1,8 Stunden pro Woche, das Service um 1,5 Stunden. Gegenüber der Vorsaison ist die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in dem Wintersportregionen um 0,4 Stunden pro Woche gesunken.


