Mit zweijähriger Verspätung soll das ME Vienna der Sol Melia-Gruppe in den DC-Towers auf der Donauplatte 2012 in Betrieb gehen. Bild: vienna.atHeftiger Wettstreit der spanischen Hotelgruppen Sol Melia und NH Hoteles von dem auch Österreich betroffen ist
Sol Melia Hotels, die 1956 gegründete spanische Hotelkette mit Sitz in Palma de Mallorca will weltweit 24 neue Hotels innerhalb der nächsten zwei Jahre neu ins Portfolio holen. Diese Fokussierung auf Wachstum soll zu etwa 82 Prozent über Management- und Franchiseverträge stattfinden sowie zu mit 18 Prozent mit Leasingverträgen. Neue Hotels sollen etwa alle sechs Wochen eröffnen. Zum Markenportfolio gehören neben den Sol Melia Hotels auch die Tryp-Hotelkette, Innside-Hotels, Gran Meliá, Meliá, ME,Tryp, Sol, Paradisus and Sol Meliá Vacation Club mit insgesamt weltweit über 300 Hotels.
Konkrete Planungen bestehen für eine Reihe von Häusern wie zum Beispiel das Tryp-Hotel in Berlin Mitte im Herbst 2010, das Inside-Hotel in Dresden im Juni nächsten Jahres sowie ein ME-Hotel in Wien in 2012. Sicher geplant sind außerdem das Grand Melia Shanghai (Sommer 2010), Grand Melia Kreta und Grand Melia Rom (Herbst 2010). Das Unternehmen ist börsennotiert und beschäftigt weltweit weltweit über 34.000 Mitarbeiter, davon 10 Prozent Immigranten.
Die Bekanntgabe von Sol Melia ist vor dem Hintergrund seines schärfsten Konkurrenten, der Madrider Hotelgruppe NH Hoteles zu sehen. Anfang November hat NH die Hesperia-Hotels (51 Häuser) übernommen. Diese Übernahme soll jedoch noch nicht der Schlussstrich gewesen sein. Medienberichten zufolge setzt NH Hoteles seine Expansion weiter fort. Momentan hält die Kette mehr Häuser im Portfolio als der bisherige spanische Branchenprimus Sol Meliá. Laut Medienberichten konzentriert sich NH Hoteles auf die Übernahme von Gesellschaften mit Stadthotels im 3- und 4-Sterne-Segment in Europa und Lateinamerika. Demnach seien neue Projekte jedoch auf variable Pacht- und Management-Verträge beschränkt. Bereits seit dem zweiten Halbjahr 2008 hat NH Hoteles die Immobilienkäufe zurückgefahren. Durch den Erwerb der Management-Gesellschaft des Hotelunternehmens Hesperia erhöhte NH Hoteles die Zahl der selbst betriebenen Hotels auf 400, die Zahl der verfügbaren Zimmer von 52.676 auf mehr als 60.000. Gemessen an der Zahl der Häuser hat NH-Hoteles den ehemaligen Platzhirsch Sol Meliá überholt. Die Gruppe hält derzeit 320 Häuser im Portfolio.

