Üblicherweise kommen Hummer lebend in den Kochtopf. Damit ist nun Schluss, zumindest in der Schweiz.

© Bild: adobestock/Andrey Starostin

Schweiz: Hummer nur noch betäubt in Kochtopf

11.01.2018 - Die Eidgenossen haben eine Reihe von einschneidenden Tierschutzmaßnahmen beschlossen. Darunter auch diese Regelung für die Zubereitung von Krustentieren.

 

Schweizer Restaurants, die Hummer oder andere Krustentiere zubereiten, müssen die Tiere künftig betäuben, bevor sie sie in kochendes Wasser geben. Möglich ist dies etwa durch Elektroschocks. Das hat die Schweizer Regierung beschlossen. Die von Tierschützern geforderte Maßnahme tritt am 1. März in Kraft.

Tierschützer und Wissenschaftler gehen davon aus, dass Krustentiere hochentwickelte Nervensysteme besitzen – und deswegen Qualen erleiden, wenn sie lebendig in kochendes Wasser geworfen werden, wie es in der Spitzengastronomie üblich ist. Zudem dürfen lebende Hummer in der Schweiz künftig nur noch gekühlt transportiert werden, aber nicht mehr auf Eis oder in eiskaltem Wasser.

Wissenschaftler konnten zwar nicht beweisen, dass Krebse Schmerz empfinden, aber „die Art und Weise, wie Krebse reagieren, deutet auf die Existenz eines Schmerzempfindens hin. Sie zeigen all das Verhalten, das man zum Beispiel bei einem Hund erwarten würde, der auf gleiche Weise mit Stromstößen malträtiert würde“, heißt es in einer Aussendung.

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