Verspricht für 2010 wieder schwarze Zahlen: Schörghuber-Vorstand Klaus Naeve. Bild: Schörghuber-GruppeTrotz empfindlicher Verluste in der Hotelsparte setzt der Münchner Brau- und Immobilienkonzern Schörghuber auf kontinuierliches Wachstum.
Die Finanzkrise hat das Hotelgeschäft der Schörghuber-Gruppe gebeutelt. 2009 wurde laut Vorstandschef Klaus Naeve in der Hotelsparte ein „schmerzlicher Verlust“ eingefahren. Daraus zieht das Unternehmen die Konsequenz und konzentriert das Beherbergungsgeschäft auf die Kernmärkte Deutschland, Österreich, die Schweiz und Mallorca. Aus Südafrika hingegen werde man sich zurückziehen. In Österreich besitzt der Konzern die Luxusressorts Hotel Schloss Fuschl in Salzburg sowie das Hotel Schloss Pichlarn in der Steiermark.
Trotz klarer Verluste im vergangenen Jahr will die Schörghuber-Gruppe weiter wachsen. „In Berlin, Hamburg und Zürich eröffnen wir neue Hotels“, so Firmenchefin Alexandra Schörghuber im Handelsblatt. Auch Städte wie Köln und Stuttgart seien interessant. Nach dem Tod ihres Gatten Stefan Schörghuber bestimmt die Witwe als Vorsitzende des Stiftungsrates die Leitlinien der Unternehmenspolitik. Durch den Todesfall ist Klaus Naeve zu der Unternehmensgruppe zurückgekehrt und hat die operative Unternehmensführung übernommen.
Nach einem leichten Verlust im vergangenen Jahr werde Schörghuber wie in den Vorjahren wieder schwarze Zahlen schreiben, sagte Naeve. Das Unternehmen sei gut finanziert und habe auch keine Börsenpläne. Generell gehe es ihm um nachhaltiges Wachstum für das Familien-Imperium, „nicht um das schnelle Geld“. Mit Hotels, dem Getränkebereich sowie den Immobilien verfüge die Gruppe über drei Sparten. „Da sind zwar keine riesigen Sprünge zu erwarten, aber sie werden noch in zwanzig Jahren profitabel sein.“
Positiv sieht Naeve die Entwicklung im Brauereigeschäft. So sei der Export in den vergangenen acht Jahren auf 800 000 Hektoliter verdoppelt worden. „Bis 2015 sollen es 1,5 Mill. sein“, sagte Naeve. Über das Gemeinschaftsunternehmen Brau Holding International (BHI) mit Heineken ist Schörghuber die drittgrößte deutsche Braugruppe.

