„Hauptverantwortlich für diese erfreuliche Entwicklung“, so Vorstandschef Eduard Kranebitter, „waren neben den österreichischen Sektmarken Schlumberger und Hochriegl auch die Entwicklung der heimischen Kräuterspirituosenmarken Rossbacher und Gurktaler. Zudem ist es gelungen, die positive Umsatz- und Absatzentwicklung für die Marke Schlumberger im Exportgeschäft unvermindert fortzusetzen.“
So kletterte der Umsatz der ersten neun Monate des abgelaufenen Geschäftsjahres auf 186,7 Millionen Euro. Absolut bedeutet das eine Steigerung von 2,06 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
So erfreulich sich die Bilanz des Premiumherstellers aus Wien-Döbling zeigt, muss das Unternehmen auf der Produktionsseite doch mit besonderen Herausforderungen kämpfen. So bezeichnet Schlumberger-Produktionsvorstand Herbert Jagersberger die empfindlichen Ernteausfälle des Weinjahrganges 2010 als „historisch“. Schlumberger trifft das doppelt, zumal mit der Übernahme der Sektmarke „Hochriegl“ 2009 sich auch die verarbeitete Menge an Sektgrundwein verdoppelt hat. Für einzelne Cuvées von Hochriegl stehen allerdings für den aktuellen Jahrgang nicht genügend österreichische Grundweine zur Verfügung. Aus diesem Grund muss in der Historie von Hochriegl erstmals auf die Beigabe von Grundweinen aus Italien zurückgegriffen werden. Dies sei aber nur eine einmalige Notsituation und auch der Tatsache geschuldet, dass mit der Übernahme 2009 noch keinen ausreichenden Depots an Grundweinen angelegt werden konnten. Jagersberger weiter: „Wir werden sobald wie möglich auch bei Hochriegl wieder zu einer 100-prozentigen Abdeckung mit österreichischen Grundweinen zurückkehren.“


