Die Hypo Alpe Adria sieht sich nicht unter Verkaufsdruck und will das Schlosshotel Velden neu ausschreiben. Bild: Hotel

Schloss Velden: Verkauf geplatzt
30.06.2011
Noch im Frühjahr schwärmte der italienische Hotelier Ugo Barchiesi über seine „Liebe zu Kärnten“. Doch nun blieben die Teilzahlungen aus.

Der Verkauf des Schlosshotels Velden ist endgültig geplatzt. Wie die Hypo Alpe Adria gegenüber dem ORF Kärnten am Donnerstag bestätigte, wurden die Gespräche mit der italienischen Familie Barchiesi nun abgebrochen.

Ugo Barchiesi war im April bereits als Käufer präsentiert worden. Kolportierter Kaufpreis: 50 Millionen Euro. Barchiesi hatte angekündigt, zusätzlich 15 Millionen in den Wellnessbereich des Schlosshotels zu investieren. Doch der endgültige Vertragsabschluss, der für 1. Juni festgesetzt war, wurde seit Wochen hinausgezögert.

Noch am 15. April stellte sich die Familie Barchiesi den Fragen der Journalisten bei einer Pressekonferenz im Schlosshotel Velden. Er liebe Kärnten und das Hotel, deshalb wolle er es kaufen, sagte er damals. Die Liebe war wohl nur von kurzer Dauer, denn der Deal ist nun offiziell geplatzt.

Am 1. Juni hätte der Verkauf abgeschlossen sein sollen. Aus gesundheitlichen Gründen wurde dieser Termin vorerst verschoben, sagt Dominque Köfner, Sprecher der Hypo: "Wir haben mehrere Fristverlängerungen gewährt, bei denen Herr Barchiesi Teilzahlungen hätte leisten sollen. Wir haben den Investor heute mitgeteilt, dass wir die Verkaufsgespräche abbrechen." Die Teilzahlungen seien nicht eingelangt, deshalb vermute man, dass Barchiesi kein ernsthaftes Interesse mehr an dem Hotel habe, so Köfner. Barchiesi habe bereits eine Anzahlung über "mehrere Millionen" bezahlt, so Köfner. Zuletzt war von zehn Prozent der vereinbarten Kaufsumme die Rede. Die Anzahlung sei nun bei der Bank, sagte der Hypo-Sprecher.