Unter dem Titel „Sanierungsoffensive für die Hotellerie“ präsentiert die Innsbrucker „Fafga“ (12. bis 15. September) als besonderes Highlight eine Sonderausstellung, die praxisnahe Lösungen bietet. In den kommenden Jahren steht ein großer Optimierungs- und Sanierungsbedarf in vielen Tourismusbetrieben an und darin liegt für die Bauwirtschaft ein enormes Potenzial. Aus diesem Grund haben das Land Tirol, die Stadt Innsbruck, die Wirtschaftskammer Tirol und die Messe Innsbruck gemeinsam die Sonderschau „Sanierungsoffensive für die Hotellerie“ ins Leben gerufen. Das Land Tirol unterstützt diese, indem es die Kosten für die Aussteller der Sonderschau mit einem Zuschuss fördert. Zudem stellt das Land zahlreiche allgemeine Förderungen bei Bau- oder Sanierungsvorhaben zur Verfügung, die an einem extra Infopoint präsentiert werden.
Hoteliers und Gastwirte haben die Möglichkeit, sich von Profis aus der Bauwirtschaft beraten zu lassen. Trockenbauer, Sanitärspezialisten, Baumeister und viele mehr kennen zu jedem Bereich der Beherbergungsbetriebe Tipps und Tricks und zeigen sinnvolle Maßnahmen an praktischen Beispielen. Auf 1000 Quadratmetern soll die Bauwirtschaft zeigen, welches Einsparungspotenzial etwa durch thermische Sanierung von Gebäuden zu erzielen wäre.
Rund 24.000 Beherbergungsbetriebe gibt es in Tirol mit etwa 350.000 Betten. Wenn man bedenkt, dass mehr als die Hälfte in den 60er und 70er Jahren gebaut wurde, kann man sich vorstellen, welches Potential an Sanierung die Bauwirtschaft dabei sieht.
Es sei auch der Hotellerie klar, dass laufende Sanierungen wichtig seien, sagte der Spartenobmann in der Wirtschaftskammer Harald Ultsch: "Wir sind in der Situation, dass wir optimieren müssen." Nachholbedarf sah Ultsch vor allem bei der Erhöhung der Energieeffizienz und Optimierungen in den Wellnessbereichen. Der Gast sei kritischer geworden, meinte er. Es gehe aber nicht um Erweiterung, sondern um Erneuerung.


