Burger King bald als Untermieter. Bild: Rosenberger

Rosenberger holt Burger King in seine Stationen
09.02.2017
Die weltweit zweitgrößte Fast-Food-Kette Burger King wird in zwölf Standorten des Autobahn-Gastronomen Rosenberger eigene Outlets eröffnen. Der Vertrag wurde Anfang Februar unterschrieben.

 

Shop-in-Shop-Konzepte in der Autobahngastronomie sind keine Seltenheit. Beim deutschen Raststättenbetreiber „Tank & Rast“ sind Fast-Food-Player wie Barilla, Nordsee und auch Burger-Ketten Gang und Gäbe. Auch in Österreich kennt man dieses System: Auf dem Grenzübergang Salzburg Walserberg hat Großgastronom Josef Schilcher keine Berührungsängste mit McDonald’s. Aber auch der italienische Betreiber Autogrill hat Fast-Food-Outlets beispielsweise in der Station Ybbs unterverpachtet.

Nun also Rosenberger. Das Unternehmen argumentiert die Hereinnahme von Burger King mit dem Beginn einer umfassenden Neugestaltung der Rosenberger Standorte und einer damit richtungsweisenden Entwicklung der Autobahnraststätten in Österreich. Für den Joint Venture wurde eine eigene Gesellschaft gegründet, an der der österreichische Masterfranchisee von Burger King, die TQSR Holding und Development GmbH, 51 Prozent hält und den Rest Rosenberger.

„Wir bleiben natürlich ein eigenständiger Gastronomieanbieter“, bekräftigt Thomas Wollner, Geschäftsführer bei Rosenberger. „Durch die Kooperation möchten wir aber zusätzliche Zielgruppen ansprechen und das Angebot erweitern.“ Auch TQSR-Geschäftsführer Hartmut Graf sieht in der Expansion viel Potenzial: „Mit Rosenberger erreichen wir eine rasche und flächendeckende Ausweitung.“ Burger Kind ist aktuell mit 14 Outlets vertreten, vier weitere befinden sich im Bau. Der Umsatz beläuft sich auf 30 Millionen Euro. Die Eröffnung der ersten beiden Restaurants ist für die zweite Jahreshälfte 2017 ins Auge gefasst.