Mit Sammlerleiderschaft und guter Kontakte präsentiert Attila Scheiber, Geschäftsführer des Top Mountain Crosspoint, eine exklusive Sammlung an Schneefahrzeugen.

© Bild: Top Mountain Motorcycle Museum/Lohmann

Von Ratrac bis zum Pistenbully.

© Bild: Top Mountain Motorcycle Museum/Lohmann

Pistengeräte im Wandel der Zeit

12.02.2018 - Für Skigebiete gehören Pistengeräte zu den unverzichtbaren Helfern, um Gästen perfekte Pisten und Loipen anzubieten. Eine exklusive Präsentation im Top Mountain Motorcycle Museum in Hochgurgl zeigt anhand seltener Exponate, wie sich die Technik über die Jahrzehnte entwickelt hat.

 

Mit ihren modernen Nachfolgern, welche die Pisten im Skigebiet Obergurgl-Hochgurgl präparieren, haben die historischen Fahrzeuge nur mehr äußerlich etwas gemein. Bringt eine aktuelle Pistenraupe satte 15 Tonnen auf die Waage, so lag das Gewicht beim Kässbohrer-Spitzenmodell aus dem Jahr 1973 bei nur 3,5 Tonnen. „Früher zählte eine Leistung von 166 PS noch als Sensation, heute läuft unter 500 PS gar nichts mehr. Die Evolution der Maschinen und Erfordernisse im Wintertourismus brachten auch neue Features wie Fräsen und Winden mit sich“, erklärt Attila Scheiber, Geschäftsführer des Top Mountain Crosspoint. Dank seiner Leidenschaft, internationaler Kontakte und Tipps von Kollegen aus der Seilbahnbranche ist es ihm gelungen, eine geschichtsträchtige Kollektion in Sachen Mobilität im Schnee zusammenzustellen. Diese gibt es im Rahmen einer Sonderausstellung bis Anfang 2019 in Europas höchsten Motorradmuseum zu sehen. Sämtliche Modelle sind noch fahrtüchtig. 

Ein Bombardier-Schneefahrzeug „B-12CS“ aus dem Jahr 1947 zählt zu den Highlights. Scheiber ließ das Fahrzeug aus Ottawa ins Ötztal bringen. „Bei den rauen Wetterbedingungen in Kanada war es früher einfacher derartige Geräte zu konstruieren als die Straßen offen zu halten. Das Modell bietet Platz für zwölf Personen“, berichtet der Ötztaler. Während heute gern das Worte „Pistenbully" als Pseudonym für sämtliche Fahrzeuge dieser Art benutzt wird, verwendete man früher die Bezeichnung „Ratrac“, abgeleitet vom gleichnamigen Schweizer Produzenten. Die Schau am Fuße der Timmelsjoch Hochalpenstraße offenbart ebenso, welche Vielfalt an Herstellern früher den Markt geprägt hat.

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