Obwohl das Essen künftig zugeliefert wird, soll sich für Patienten und Mitarbeiter qualitativ nichts ändern. Bild: HGV PRAXIS

Münchner Kliniken werden extern beliefert
23.01.2017
Die Krankenhäuser der bayrischen Landeshauptstadt schaffen ihre Großküchen ab und setzen auf eine Versorgung von außerhalb.

 

Das Essen in den drei Krankenhäusern der Ludwig-Maximilians-Universität in München, die LMU-Klinik, der Campus Großhadern und der Campus Innenstadt, wird künftig nicht mehr in eigenen Küchen zubereitet, sondern kommt künftig aus einem eigens dafür errichteten Versorgungszentrum im Landkreis Starnberg. Genauer gesagt aus dem Gewerbegebiet Gilching-Süd, das rund zwanzig Kilometer südwestlich der Landesmetropole direkt an der A96 liegt.

Für das Versorgungszentrum erfolgte dieser Tage der Baubeginn. Es wird mit Kosten von 9,5 Millionen Euro gerechnet. Für die mehr als 2000 Patienten und Klinikmitarbeiter soll sich nichts ändern. Sie können auch weiterhin individuelle Menüwünsche äußern. Die Tabletts werden in Gilching dreimal täglich danach bestückt.

Allerdings wird auch in Gilching nicht gekocht. Die einzelnen Speisekomponenten werden in externen Großküchen gekocht und sofort tiefgekühlt (cook and freeze) und danach in das Versorgungszentrum geliefert, wo sie dann für die Tablettbestückung vorrätig sind. Der Betrieb in Gilching soll bereits Anfang November starten. Entstehen sollen etwa 60 Arbeitsplätze.