Österreichische Studenten genießen ab sofort in ihren Mensen Eiprodukte aus käfigfreier Haltung. Bild: ÖMBDie österreichischen Studenten dürfen sich über Produkte aus Boden- und Freilandhaltung freuen.
Dem Trend weg vom Käfigei folgen nach intensiven Vorarbeiten nun auch die Österreichischen Mensenbetriebe. Seit Anfang Juni gibt es an keinem der gut 30 Standorte der professionellen Studentenverpfleger noch Eier aus Käfighaltung.
Jährlich werden in den österreichischen Mensen mehr als zwei Millionen Eier, meist in Form von pasteurisierten Eiprodukten, verarbeitet. Dieser Umstand machte die Umstellung auch extrem schwierig. Denn Eiprodukte aus Freilandhaltung sind bis zu 30 Prozent teurer als Eier aus herkömmlicher Haltung. Zusätzlich erschwert die kleintrukturierte österreichische Landwirtschaft die Beschaffung von pasteurisierten Eiprodukten in der von den Mensen geforderten Qualität und Menge.
Trotzdem freut sich Mensen-Einkaufschef Friedrich Schober über die Entscheidung: „Wir wissen, dass gerade junge Leute sehr offen für Tierschutzthemen sind. Daher haben wir auch alles getan, um trotz der knappen Budgets die Neuorientierung zu ermöglichen. Auch wenn es nicht einfach war.“
Käfighaltung ist in Österreich seit 1. Jänner dieses Jahres verboten. Damit hat die Alpenrepublik eine Vorreiterrolle innerhalb der EU übernommen. Das Käfigverbot in anderen EU-Ländern wird erst in einigen Jahren folgen.

