Vertragsunterzeichnung in Innsbruck: IOC-Präsident Dr. Jacques Rogge (r.) und McDonald’s COO Don Thompson. Bild: aboutmcdonald’s.com

McDonald’s sponsert Olympia bis 2020
31.01.2012
200 Millionen Dollar (160 Millionen Euro) lässt sich die weltgrößte Restaurantkette McDonalds die Olympischen Spiele bis zum Jahr 2020 kosten.

 

Es war ein Deal, der auch Österreich ein bisschen in den Blickpunkt rückte. Anlässlich der Young Olympic Games (YOG), die erstmals in ihrer Winter-Ausgabe im Jänner in Innsbruck über die Bühne gingen, wurde der Sponsorenvertrag offiziell besiegelt. Dafür flog der Oberboss der Burgerkette, Chief Operation Officer Don Thompson extra aus den USA in der Tiroler Landeshauptstadt ein, genauer gesagt aus der Firmenzentrale in Oak Brook bei Chicago. Und die Bühne, auf der IOC-Präsident Jacques Rogge und Thompson ihre Zusammenarbeit besiegelten, bildete ein brandneu eröffnetes Hamburger-Restaurant der Kette in der Innsbrucker Innenstadt.

Diese Inszenierung kommt einer kleinen Revolution gleich. Denn normalerweise werden die Deals der exklusiven elf globalen Sponsoren des IOC nur hinter verschlossenen Türen besiegelt und schon gar nicht im Blitzlichtgewitter vor versammelter Presse. Die Summe des Sponsorenbudgets ist selbstverständlich inoffiziell und wurde von Branchenkennern geschätzt. Nach einem omnipräsenten Auftritt in China, will McDonald’s in London noch prägnanter auftreten. Alleine im Olympiapark werden – konkurrenzlos wohlgemerkt – vier Restaurants mit bis zu 2000 Mitarbeitern entstehen.

Der neue Vertrag birgt weiteres Potenzial. So haben sich die Amerikaner die globalen Sponsorenrechte für die Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro und 2020 (Ort noch nicht bekannt, da Spiele noch nicht vergeben) ebenso wie jene für die Winterspiele im russischen Sotchi 2014 und dem koreanischen Pyeongchang (2018) sowie die Jugendwinter- und Sommerspiele gesichert.