So richtig kreativ essen die Österreicher noch nicht. Das Wiener genießt bei den meisten nach wie vor höchste Priorität.

Männer stehen auf Fastfood
02.03.2010
Der Nachwuchs nützt die breiten Angebote der Gastronomie weitaus intensiver als die Gruppe der über 50-Jährigen, sagt eine Studie des FGÖ.

Männer gehen dreimal so oft in Fastfood-Lokale wie Frauen. 24 Prozent des starken Geschlechts gönnen sich ab und zu einen Schnellimbiss gegenüber nur acht Prozent der Österreicherinnen. Der Fonds Gesundes Österreich FGÖ hat die Koch- und Essgewohnheiten der Österreicher abfragen lassen. Demnach essen zwar 93 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal in der Woche Selbstgekochtes, bedienen sich aber ansonsten fleißig des Angebotes der Gastronomie und der Großverpflegung.

So essen 24 Prozent in Betriebsrestaurants und Mensen und 21 Prozent der erwachsenen Bevölkerung besuchen zur Nahrungsaufnahme ein Gasthaus oder Restaurant. Insgesamt 16 Prozent stillen den Hunger in einem Fastfood-Restaurant und immerhin sieben Prozent lassen sich eine Mahlzeit nach Hause liefern.

Im Rahmen der Umfrage (durchgeführt von marketagent online) stellt sich auch heraus, dass die Jugend gegenüber den Altvorderen stark veränderte Essensgewohnheiten aufweist. So essen die 14- bis 19-Jährigen gegenüber der Generation 50plus viermal so oft in Fastfood-Lokalen oder verzehren Speisen, die sie unterwegs eingekauft haben. Dreimal so oft wie die Älteren lassen sie sich Gerichte ins Haus liefern und mehr als doppelt so oft greifen die Jungen zu Fertiggerichten.

Auch wenn 93 Prozent der Befragten sagen, dass sie ab und zu selber kochen – das Land der kreativen Privatköche ist Österreich deswegen nicht: Zwar bevorzugen Frauen inzwischen auch zu Hause Nudelgerichte, doch die Herren des Hauses beharren weiterhin auf deftiger Kost. Das Wiener Schnitzel steht nach wie vor in der Gunst der Österreicher ganz oben. Ergo ist auch beim Homecooking das Braten mit Fett in der Pfanne die beliebteste Zubereitungsart.

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