Letztendlich kam es zwischen den Sozialpartnern doch schneller zu einem Abschluss als vielleicht erwartet. Noch im Vorfeld führte Vida-Gewerkschaftschef Rudolf Kaske verbal eine scharfe Klinge, indem er meinte: „Wir wollen ein ordentliches Stück vom Kuchen und lassen uns nicht mit Krümeln abspeisen.“
Nun steht das Ergebnis: Die Kollektivvertragslöhne für Arbeiter im Hotel- und Gastgewerbe steigen um 2,45 Prozent. Die Ruhezeiten-Vereinbarung und auch die Regelung der Sonntagsruhe für Jugendliche in der Branche wurden von Vida verteidigt, die Regelungen bleiben weiterhin bestehen. Hier hätten die Arbeitgebervertreter reduzierte Ruhezeiten bzw. eine Abschaffung der Sonntags-Regelung für Jugendliche im Sinn gehabt. Laut Vida wären von dieser Verschlechterung 150.000 Beschäftigte in der Branche betroffen gewesen.
Die kollektivvertraglichen Lehrlingsentschädigungen werden um 2,45 Prozent im 1. und 2. Lehrjahr bzw. um drei Prozent im 3. und 4. Lehrjahr erhöht. Im Bereich der atypisch Beschäftigten einigten sich die Verhandlungsteams auf eine neue Regelung für Teilzeitbeschäftigte und Aushilfen. Auf diese wird nun die ASVG-Regelung angewandt.
Obwohl die Verhandlungspartner naturgemäß unterschiedliche Standpunkte vertreten, zeigten die Lohnverhandlungen einmal mehr, dass sich „die funktionierende Sozialpartnerschaft im Tourismusbereich wieder einmal bewährt hat“, verlautete es aus dem Verhandlungsteam.


