Die US-amerikanische Fast Casual-Kette Panera Bread testet mitten in der Rezession in 50 Stores in New England ein Sandwich mit gut 200 Gramm Hummer-Fleisch und einem Preis von 16,99 US-Dollar. Erster Kommentar: „It's selling well.“ Die meisten Panera-Sandwiches liegen in der Größenordnung von 5 bis 7 Dollar.
Es ist nicht das erste Mal, dass Panera Bread Dinge tut, die auf den ersten Blick nicht in die Zeit passen, aber gerade dadurch wirken. Der Marke mit USA-weit rund 1400 Bakery Cafés gelingt es zurzeit besser als den meisten anderen, gute Umsätze auch ohne Discount-Angebote zu machen. Dazu CEO Ron Shaich: „Die meisten fokussieren ihre Gedanken und ihr Tun auf arbeitslose Bürger. Wir fokussieren auf jene 90 Prozent der Bevölkerung, die einen Job haben.“
Nach einem Bericht der Fachzeitschrift „foodservice“ legt Ron Shaich großen Wert darauf, dass Panera Bread in den letzten ein bis zwei Jahren sehr viel in Qualität investiert hat. Sein Kommentar: „Alle Ketten kürzen irgendwo – Portionsgröße, Qualität, Mitarbeiterstunden – das Ergebnis ist, der Gast merkt's sofort.“
Panera's Zielgruppe sind die 25- bis 50-Jährigen der Einkommenskategorie 40.000 bis 100.000 Dollar pro Jahr. Es gelte, dieser Zielgruppe Gründe zu geben, immer öfter zu Panera statt zu anderen Marken zu kommen, so der CEO. Er ließ praktisch das komplette Sortiment dahingehend durcharbeiten, dass die Produkte mit frischeren Zutaten konfiguriert werden. In Kürze wird beispielsweise ein Frühstückssandwich mit frischen Eiern statt Eimasse eingeführt.
Nach eigenen Angaben hat die Rezession Panera nur an einer einzigen Stelle getroffen, nämlich beim Catering-Business. Es wird 2009 deutlich weniger Lunch-Geschäft mit Unternehmen gemacht (Lieferungen für Meetings etc.) als 2008.


