Unternehmerfamilie Marcher: Im Familienverband bereits in dritter Generation erfolgreich.

© Marcher Fleischwerke

Landhof und Loidl haben neuen Besitzer

05.12.2017 - Vivatis verkauft die Wurstspezialisten an den Kärntner Großschlachter Marcher. Die Standorte Linz und St. Stefan bleiben erhalten, alle Mitarbeiter werden übernommen.

 

 

Die oberösterreichische Lebensmittelgruppe Vivatis sortiert ihr Portfolio. Der starke Verdrängungswettbewerb sowie Überkapazitäten und internationaler Kostendruck hätten den Ausschlag gegeben, sich von den Wurstspezialsiten Loidl und Landhof zu trennen, führte dazu Vivatis-Vorstandsvorsitzender Gerald Hackl an. Den Zuschlag erhielt das Kärtner Unternehmen Marcher, einer der größten Schlacht- und Zerlegebetriebe Österreichs.

Der Familienbetrieb mit Hauptsitz in Villach erweiterte bereits vor zwei Jahren mit dem Zukauf der Firmen Aibler und Blasko Convenience seinen Kompetenzbereich in der Lebensmittelproduktion. Nun kommen mit den beiden von Vivatis abgestoßenen Produzenten zwei ausgewiesene Experten in der Herstellung regionaler Wurstspezialitäten hinzu. Aktuell verarbeitet Marcher jährlich 130.000 Rinder sowie eine Million Schweine und exportiert in 40 Länder auf vier Kontinenten.

Loid hat seinen Sitz in St. Stefan in Rosental in der Steiermark und setzte mit 120 Mitarbeitern 28 Millionen Euro um. Zu den Spezialitäten der Steirer gehören in erster Linie ummantelte Salamis, dazu Kantwurst. Landjäger, Hauswürstl oder Käsewurst. Landhof erzielte 2016 mit 180 Mitarbeitern einen Umsatz von 57 Millionen Euro und ist bekannt für Grillwürste, Kochschinken, Streichwurst und Cabanossi.

„Wir freuen uns, mit Landhof und Loidl zwei traditionsreiche österreichische Unternehmen und Marken übernehmen zu können. Sie stehen für innovative Produkte und Top-Qualität. Wir erweitern damit unser Portfolio und können unsere Kunden noch besser bedienen“, sagt Norbert Marcher, geschäftsführender Gesellschafter der Marcher Fleischwerke.

Über den Kaufpreis für die zwei Unternehmen schweigen die Handelspartner, die Zustimmung der Wettbewerbsbehörde zu dem Deal steht noch aus.

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