Nach wie vor fraglich: das Gmundner Hotelprojekt „Lacus Felix“. Bild: salzi

Lacus Felix: Neue Investoren gesucht
14.08.2009
Das Gmundner Hotelprojekt beim ehemaligen Seebahnhof befindet sich mehr denn je in Schwebe.

Das geplante Vier-Sterne-Hotelprojekt „Lacus Felix“ am ehemaligen Seebahnhof in Gmunden ist um eine neue Facette reicher. Bürgermeister Hans Köppl sah sich zu einer Pressekonferenz veranlasst, in der er kundtat, nach wie vor an der Realisierung des „dringend benötigten“ Hotels zu arbeiten. Ihm zur Seite stand Manfred Asamer, Vorstandschef der gleichnamigen Baustoffgruppe in Ohlsdorf, der die Agenden zu diesem Hotelprojekt von seinem Vater Hans Asamer übernommen hat.

Das Hotel war von Beginn an ein Projekt der Asamers und hätte eigentlich 2010 bereits seine Pforten öffnen sollen. Ein Betreibervertrag mit der deutschen Travel Charme-Gruppe ist laut den Ohlsdorfern bereits unter Dach und Fach. Allerdings ruht die Baustelle, zumal bereits zugesagte Fördergelder des Landes Oberösterreich in der Höhe von 5,4 Millionen Euro an der EU-Wettbewerbsbehörde zu scheitern drohen.

Dieses Geld dürften die Investoren allerdings dringen brauchen. Investor Asamer steht zwar nach wie vor zu dem Projekt, will den Bau allerdings nicht mehr alleine schultern. Und deshalb werden zusätzliche Investoren gesucht. Bedingt durch die aktuelle Krise kann das Baustoffunternehmen den Restbetrag des 35-Millionen-Projekts nicht mehr alleine finanzieren. „Auch unser Konzern spürt die Krise. Wir müssen bei unseren Ausgaben Prioritäten setzen“, wird der Ohlsdorfer Industrielle in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ zitiert.

Dem Projekt sicher nicht förderlich ist auch die Tatsache, dass es nun zum Wahlkampfthema in Gmunden geworden ist. SP und Grüne fordern mittlerweile die Rückgabe des Seebahnhofareals. Inzwischen denken die Projektmotoren über eine Sparvariante nach. Das Hotel könnte laut Asamer kleiner und somit billiger werden und vielleicht auch die Hotelgegner versöhnen. Ob das allerdings im Sinne der künftigen Betreiber ist, die gewisse Mindestgrößen vorschreiben, bleibt weiterhin fraglich.