Leider-nein-Hotelier auf dem Salzburger Gaisberg: Christian Wendt, der das Kobenzl übernehmen wollte, ist der Investor abhanden gekommen. Bild: HGV PRAXIS
Noch Anfang dieser Woche war Projektbetreiber Christian Wendt bester Dinge. Wie er gegenüber HGV PRAXIS formulierte, „rechnen wir mit dem Einlangen der Zahlung bis spätestens 20. Jänner.“
Doch nun steht fest, ein nicht näher genannter „Investor aus Nordrhein Westfalen“, der nach Wendts Aussage an renditestarken Tourismusprojekten interessiert sei“, ist endgültig abgesprungen. Damit sind auch die hochtrabenden Pläne des Deutschen Wendt gestorben. Wie HGV PRAXIS mehrfach berichtete, hatte der im bayerischen Laufen wohnhafte Deutsche ein Auge auf das Kobenzl der Unternehmerfamilie Herzog geworfen. Dieses traditionsreiche Haus, in dem die US-Präsidenten Kennedy und Ford nächtigten, befindet sich auf dem Gaisberg mit einer singulären Lage und dem wohl exklusivsten Blick auf die Salzachstadt. Allerdings nagte auch der Zahn der Zeit unübersehbar an dem Hotel. Dazu gekommen sind Familienquerelen, die schlussendlich dazu führten, dass das Hotel seit 2007 geschlossen ist. Seither bemühte sich das betagte Eigentümerehepaar Herzog um eine Veräußerung der Nobelimmobilie.
Auch Christian Wendt ist mit großen Plänen angetreten. Als Kaufsumme wurden zwölf Millionen Euro kolportiert, drei weitere Millionen sollten in eine (dringend notwendige) Renovierung fließen. Konkret wurden die Verkaufsabsichten im Spätsommer letzten Jahres. Wendt sprach gegenüber HGV PRAXIS von dem Investor aus NRW ohne weitere Details, geschweige denn einen Namen zu nennen. Ein erstes Ultimatum zur Abwicklung des Kaufs ist mit Ende November ergebnislos verstrichen. Auf der Messe „Alles für den Gast“ zeigte sich Projekt-Initiator Wendt voller Elan. Gemeinsam mit dem Eigentümerin M. Herzog wurde die Fachmesse besucht. Nicht nur das: Investitionen wurden abgesprochen und bereits Mitarbeiter rekrutiert.


