Wenn ein Rallyeauto im Querdrift um die Kurve eines Mühlviertler Güterweges kommt, dann ist Jänner-Rallye und tausende Motorsportbegeisterte verfolgen das Spektakel live.

© Bilder: Karl Steinbeiß

Jänner-Rallye lockt tausende Fans

08.01.2018 - Im neuen Jahr sorgt die traditionsreiche Motorsport-Veranstaltung für einen ganz wichtigen touristischen Impuls im Mühlviertel rund um Freistadt.

 

Normalerweise“, sagt der Mühlviertler Tourismusmanager Karl Steinbeiß im Gespräch mit HGV PRAXIS, „werden im Jänner rund um Freistadt die Gehsteige hochgeklappt und erst Ende Februar wieder heruntergelassen. Mit der Jänner-Rallye allerdings wird das gesamte untere Mühlviertel für mehrere Tage touristisch belebt mit ausgebuchten Wirtshäusern und Pensionen allerorten.“

Im Mühlviertel ist man heilfroh, wieder ein sportliches Zugpferd mit so einem starken touristischen Impuls zu haben. Die Jänner-Rallye verweist auf eine jahrzehntelange Geschichte, die Rallyegrößen wie Stig Blomquist, Shekar Mehta, Per Eklund, John Haugland oder den österreichischen Lokalmatador und Dauersieger Franz Wittmann alljährlich zum Jahreswechsel ins Mühlviertel lockte. Während die Rallye früher der erste Lauf zur Europameisterschaft war, wurde die Motorsportveranstaltung nach zweijähriger Pause redimensioniert und zählt nun zur österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft. Auch mit einem etwas kleineren Starterfeld (61 Teams sind angetreten) lockte die Veranstaltung 80.000 Besucher in die Region.

Welche Umsätze man in der Region durch die Jännerrallye 2018 erzielte, skizziert WKO-Leiter Dietmar Wolfsegger. „Wir rechnen mit rund 3,25 Mio Euro an Umsätzen durch die Besucher“. Diese Summe errechnet die WKO Freistadt aus ca. 5000 Nächtigungen im Umkreis von 25 km um die Bezirkshauptstadt, wobei jeder Nächtigungsgast während der Rallye durchschnittlich pro Tag rund 90 Euro für Nächtigung, Getränke, Speisen, Tabak, Zeitschriften, Treibstoffe und Textilien in der Region ausgibt. Zu diesen geschätzten 450.000 Euro sind weitere 2,8 Mio. Euro durch erwartete 80.000 Tagesgäste zu addieren, die pro Kopf täglich rund 35 Euro ausgeben. Der Umsatz, den die Rallye-Organisation für Druck, Werbung, Nächtigungen, Sicherheit, Messehalle-Miete etc. ausgibt, wird auf rund 200.000 Euro geschätzt.

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