Eine lange Tradition haben die Produkte von Rosenthal auch in der österreichischen Hotellerie und Gastronomie. Bild: RosenthalBesteckproduzent Sambonet Paderno Industrie übernimmt die bayerische Traditionsmarke.
Für die Beschäftigten ist eine lange Zitterpartie zu Ende. Sechs Monate nach der Insolvenz ist der fränkische Porzellanhersteller Rosenthal gerettet. Der italiensiche Besteckherstersteller Sambonet übernimmt neben der Marke auch das Stammhaus in Selb auch ein Porzellanwerk in Speichersdorf. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Sambonet ist vor allem als Spezialist für hochwertige Bestecke und Küchenzubehör für Restaurants und Hotels bekannt und ergänzt sich Experten zufolge deswegen perfekt mit Rosenthal. Das Unternehmen kündigte auch an, nicht nur den Personalstand von 1200 Rosenthal-Mitarbeitern weltweit halten zu wollen, sondern den schlingernden Porzelliner auch mit kräftigen Investitionen wieder auf Kurs zu bringen.
Das Unternehmen aus dem klassischen Porzellangebiet im fränkischen Niederbayern hat einen langen Leidensweg hinter sich. Nach wirtschaftlichen Problemen wurde die AG 1997 vom britisch-irischen Waterford-Wedgwood-Konzern übernommen. Ende des Jahres ging dieser in Konkurs, wenige Tage darauf ging auch Rosenthal in die Knie.

