Erfinderisch, was das Schröpfen der Touristen anbelangt: Kommunen in Italien.

© Bild: HGV PRAXIS/Axel Schimmel

Italien: Gemeinden heben eigene Touristen-Steuern ein

04.09.2017 - Von Triest bis Sizilien: Um ihre Kassen aufzufüllen, führen immer mehr Gemeinden in Italien eine Tourismussteuer ein.

 

Die Zahl der Kommunen, in der Touristen die unpopuläre Kurtaxe entrichten müssen, ist in diesem Sommer gegenüber dem vergangenen Jahr gestiegen. Weitere Kommunen wollen demnächst den Obolus einführen, der Anfang 2018 schon in 900 Gemeinden zu zahlen sein wird.

Pompeji, Positano, Assisi und Bari zählen zu den Gemeinden, die zuletzt eine Tourismussteuer eingeführt haben. Diese soll den Gemeindekassen insgesamt 500 Millionen Euro pro Jahr bescheren, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung „Sole 24 Ore“. Bis vor wenigen Jahren wurde die Tourismussteuer nur in wenigen Kunststädten bezahlt. Angesichts der Millionen Übernachtungsgäste, die jährlich in Italien gemeldet werden, gilt die Abgabe als wahrer Segen für die Gemeindekassen.

Mit der Steuer sollen die hohen Ausgaben für den Erhalt der Palazzi, Monumente und Denkmäler sowie der Parks finanziert werden. Allzu oft deckt die Tourismussteuer jedoch das Defizit der Gemeindekassen in dieser Phase strengen Einsparungen. Die Tourismussteuer wird auch im September die Gemeindekassen stark auffüllen. Laut Schätzungen des italienischen Hotelierverbands Federalberghi verbringen circa sieben Millionen Ausländer einen September-Urlaub in Italien. 2017 dürfte sich für den italienischen Fremdenverkehr als Rekordjahr erweisen.

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