Wollen mit einem Zusatzbudget die laufende Wintersaison retten: ÖW-Chefin Petra Stolba und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Bild: BMfWJ
Nach dem Spitzenjahr 2008 musste Österreich 2009 Einbußen bei den Übernachtungen und Umsätzen hinnehmen. Dennoch war 2009 aber immer noch das fünfbeste Jahr aller Zeiten. Bessere Resultate erzielte das Land nur in den Jahren 1991 bis 1993 sowie 2008.
Ein positiver Aspekt in der Rückschau auf die Zahlen der Statistik Austria: Die Nächtigungen von Inlandsgästen erreichten 2009 mit 34,43 Millionen ein Plus von 1,6 Prozent und auch einen neuen Rekordwert.
Demgegenüber ging die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste um 3,3 Prozent auf 89,82 Millionen zurück – allerdings auf hohem Niveau. Nach 92,84 Mio. 2008 war 2009 der höchste Wert seit 13 Jahren.
Deutlich nachgegeben hat auch das nach wie vor mit Abstand wichtigste Gästesegment. Deutsche Touristen erbrachten 2009 48,83 Millionen Nächtigungen. Das ist im Vergleich zu 2008 ein Minus von 2,6 Prozent. In den 1980er-Jahren sorgten deutsche Gäste noch für ein Volumen von 65 Millionen Übernachtungen.
Auch andere Herkunftsmärkte ließen nach: Das mengenmäßig zweitwichtigste Segment, die Niederlande, weist ein Minus von 1,2 Prozent auf. Britische Gäste übernachteten überhaupt um 16,8 Prozent weniger bei uns. Zu den Gewinnern zählen die Märkte Schweiz (+ 2,2 Prozent), Italien (+ 1,3 %) sowie Tschechien (+ 0,3 %).
Dieser aktuellen Entwicklung – auch in der laufenden Wintersaison droht ein Minus – begegnet die Österreich Werbung mit zusätzlichen Werbemitteln. Bis Mitte März soll eine eigene TV-Kampagne in heimischen elektronischen Medien laufen. Insgesamt sollen 1600 TV-Spots im ORF, heimischen Privatsendern sowie dem internationalen Sportkanal „Eurosport“ vor allem bei Österreichern Lust auf Winterurlaub machen. Die Werbekampagne ist mit Kosten von 750.000 Euro veranschlagt. Ein Zusatzbudget für die Österreich Werbung, das vom Wirtschaftsministerium finanziert wird.
Die österreichische Hoteliervereinigung begrüßt die zusätzlichen Werbemittel. ÖHV-Präsident Sepp Schellhorn: „Das ist optimal, um die Last-Minute-Bucher zu erreichen.“


