Der Markt für Hotelimmobilien in Österreich bleibt weiterhin in Bewegung.

© Christie & Co.

Hotelmarkt weiter in Bewegung

04.07.2017 - Die Nachfrage nach Hotelimmobilien in Österreich bleibt hoch. Vielfach kommt das Angebot der Nachfrage nicht mehr nach. Kleinere Transaktionen prägten das erste Halbjahr.

 

Das Jahr 2016 war mit einem Transaktionsvolumen von einer Milliarde Euro bei Hotelimmobilien ein Rekordjahr für Österreich, das es damit in die Riege der Top-Investmentmärkte Europas schaffte. Die Nachfrage blieb auch im ersten Halbjahr 2017 hoch, das Angebot kam dem aktuell aber nicht nach. So wurden in den ersten sechs Monaten bisher nur etwa 130 Millionen Euro an Hotelimmobilientransaktionen verzeichnet, wie Hotelimmobilienspezialist Christie & Co verlauten lässt.

„Der Hotelinvestmentmarkt des ersten Halbjahres 2017 war durch mehrere kleinere Einzeltransaktionen gekennzeichnet, die in Summe nicht an den Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres heranreichen“, erklärt Simon Kronberger, Senior Consultant bei Christie & Co.

Gleich zu Beginn des Jahres wurde mit dem Blumenhotel in St. Veit an der Glan ein 110-Zimmer-Haus in Kärnten veräußert. Ebenfalls einen neuen Eigentümer fand das Courtyard by Marriott Hotel (236 Zimmer) in Linz, welches von der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich an einen oberösterreichischen Privatinvestor verkauft wurde. Mit dem Steigenberger Hotel Linz wurde ein zweites Kettenhotel in der oberösterreichischen Landeshauptstadt verkauft. Das 176-Zimmer-Hotel wurde von Christie & Co an den amerikanischen Investor Trans World Hotels vermittelt.

Auch in Wien wurden im ersten Halbjahr gleich zwei größere Transaktionen verzeichnet, beide auf der Donauplatte. Das Park Inn by Radisson Uno City Hotel (136 Zimmer) wurde im Mai von der conwert an eine Wiener Privatinvestorin veräußert, und im Juni wurde bekannt, dass der DC Tower, mit 220 Metern Österreichs höchstes Gebäude, von der Bank Austria an Deka Immobilien verkauft wurde. Darin befindet sich das 253-Zimmer-Hotel Meliá Vienna. Die UBM verkündete kürzlich außerdem den Verkauf des Ramada Graz in Premstetten an Privatinvestoren.

Nicht in der diesjährigen Wertung, aber dennoch für das erste Halbjahr relevant, ist der Verkauf der beiden Hotelentwicklungen der UBM am Hauptbahnhof Wien, der schon im vergangenen Jahr als Forward-Deal beschlossen wurde. Ebenfalls noch nicht im ersten Halbjahr eingeflossen ist der Verkauf eines bekannten 5-Sterne-Hotels am Ring, welcher angeblich kurz vor dem Abschluss steht, aber noch nicht bestätigt wurde. Dieser könnte das Transaktionsvolumen des ersten Halbjahres nahezu verdoppeln.

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