Christian Millau anlässlich einer Ehrung 2009.

© Bild: Gault Millau

Kritiker Christian Millau gestorben

07.08.2017 - Der Mitbegründer des weltweit anerkannten Gourmetführers ist 88-jährig in Frankreich verstorben.

Der französische Gastronomiekritiker Christian Millau, Mitgründer des Restaurantführers „Gault&Millau“, ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren, wie der „Gault&Millau“ heute bekanntgab.

Millau hatte den Restaurantführer 1969 zusammen mit seinem Journalistenkollegen Henri Gault geschaffen und zu einem der bekanntesten Gourmetratgeber der Welt gemacht. Die beiden hatten sich bei der Abendzeitung „Paris-Presse“ kennengelernt und dort kulinarische Themen institutionalisiert, woraus sich der 1962 erstmals erschienene Pariser Führer „Guide Juillard“ entwickelte.

Die beiden prägten auch den Begriff der „Nouvelle Cuisine“ – eine Kochbewegung, die in den 70er Jahren einfachere Zubereitung und frische Zutaten in den Vordergrund stellte. Der „Gault&Millau“ bewertet Restaurants nach dem französischen Schulnotensystem von null bis 20 Punkten.

In Österreich ist der Gault&Millau der mit Abstand angesehenste Restaurant-Führer. Jahrzehntelang prägte Gründungsherausgeber Michael Reinartz die Publikation, bevor das Ehepaar Karl und Martina Hohenlohe den Guide übernahm und zu neuen Höhen führte.

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