Fußball-WM in Südafrika: Während die Euphorie bei den Einheimischen ungebrochen ist, tritt bei den Erwartungen über ausländische Gäste Ernüchterung ein. Bild: SAA
Nur wenige Wochen vor Beginn der Fußball-WM schraubt Südafrika seine Erwartungen deutlich runter: Tourismusminister Marthinus van Schalkwyk hofft jetzt wenigstens auf rund 300.000 Gäste aus dem Ausland – das sind 150.000 weniger als ursprünglich erhofft. Der Minister machte die weltweite Wirtschaftskrise dafür verantwortlich, dass weniger Touristen zu dem vom 11. Juni bis 11. Juli dauernden Sportereignis nach Südafrika kommen würden.
Allerdings zeigte sich der Touristiker an anderer Front zuversichtlich. Schalwyk zuversichtlich: „Unsere Stadien werden voll sein.“ Der Fußballweltverband Fifa hat bislang mehr als 2,5 Millionen der insgesamt drei Millionen Tickets für die WM verkauft, 38 Prozent davon an Ausländer. Schalkwyk bedauerte, dass nur ein Bruchteil der Karten an Fußballfans aus anderen afrikanischen Ländern gehe. Schuld sei das komplexe Kaufverfahren im Internet, sagte der Minister. Die Südafrikaner können Karten dagegen auch an Verkaufsschaltern erwerben.
Während die günstigsten Plätze für umgerechnet 14 Euro Südafrikanern vorbehalten sind, müssen Fußballbegeisterte aus anderen afrikanischen Ländern umgerechnet mindestens 65 Euro für eine Karte bezahlen.


