Funworld ist vor allem mit einem Produkt in der Gastronomie international bekannt geworden: dem Spieleterminal „Photo Play“. Dieser Automat findet in der Gastronomie große Verbreitung und bietet eine Art Wissenspiel auf digitaler Basis an. Wer das Spiel „Trivial Pursuit“ mit seinen zahlreichen Fragenkärtchen kennt, dem ist auch Photo Play geläufig, dessen Spieldramaturgie ähnlich aufgebaut ist.
Laut Kreditschutzverband stehen Passiva in der Höhe von 26,7 Millionen Euro zu Buche, dem lediglich Aktiva von 2,9 Millionen Euro gegenüber stehen. Als Ursache für die Insolvenz werden von Seiten des Unternehmens massive Rückgänge in den wichtigsten Photo Play-Märkten Griechenland und Deutschland angegeben.
Firmeninhaber Josef Öhlinger hatte allerdings bereits vor wenigen Jahren mit finanziellen Turbulenzen zu kämpfen. 2006 konnte ein Kollaps nur durch die Hereinnahme eines Investors, der sich zu 40 Prozent an funworld beteiligte, abgewendet werden. Die damals getroffenen Sanierungsmaßnahmen wie die Verringerung der Standorte von sieben auf drei und die Reduktion der Mitarbeiterzahl von fünfzehn auf insgesamt 135 dürften nach heutiger Sicht der Dinge nicht ausgereicht haben. Nichts desto trotz strebt Öhlinger eine Weiterführung des Unternehmens an. Laut KSV würde eine sofortige Schließung zum Zusammenbruch der bestehenden Vernetzungen der Spiele- und Wettautomaten führen. Ein allfälliger Verkauf des Unternehmens bzw. seiner Teilbereiche setze einen „lebenden Betrieb“ voraus, so der KSV.


