1026 Hoteliers befragte „Wellness Heaven“ zum Langfingerverhalten der Gäste.

© Wellness Heaven

Fünf-Sterne-Gäste stehlen anders

13.07.2017 - Eine Befragung der Plattform „Wellness Heaven“ bringt es an den Tag: Handtücher und Bademäntel nehmen die Gäste am häufigsten mit. Gestohlen werden aber auch Klaviere oder ausgestopfte Tiere.

 

Dass Hotelgäste gerne einmal etwas mitgehen lassen, ist ein alter Hut. Vielfach ist es nicht nur der Wunsch nach einem Souvenir, das an einen gelungenen Urlaub erinnern soll. Oft stecken auch handfeste wirtschaftliche oder praktische Erwägungen dahinter. Eine Umfrage von „Wellness Heaven“ hat das unterschiedliche Klauverhalten zwischen verschiedenen Nationen unter die Lupe genommen. Interessant auch, dass nicht nur deutsche Gäste andere Dinge mitnehmen als zum Beispiel niederländische. Auch die Gäste von Vier- und Fünf-Sterne-Hotels stehlen differenziert.

Spitzenreiter in allen Kategorien sind Handtücher und Bademäntel. Auch Kleiderbügel, Besteck oder Kosmetik verschwinden oft heimlich im Koffer. Allerdings sind manche Besucher dreist genug, auch Fernseher, Klaviere oder ausgestopfte Tiere aus dem Hotel zu tragen. Interessant ist es aber, dass bei betuchten Fünf-Sterne-Gäste die Gier ganz besonders ausgeprägt zu sein scheint. So ist etwa die Wahrscheinlichkeit, dass hochwertige TV-Geräte aus dem Zimmer geklaut werden, bei Gästen im Fünf-Sterne-Segment 10,4-fach höher als bei Reisenden in Vier-Sterne-Hotels. Ebenso sind Kunstwerke in Luxushotels ein begehrtes Objekt der Begierde (4,5-mal höhere Diebstahl-Wahrscheinlichkeit). Auch Tablet PCs und Matratzen werden in Fünf-Sterne-Häusern häufiger entwendet.

Vier-Sterne-Gäste begnügen sich hingegen mit weniger spektakulären Geschenken: Handtücher und Kleiderbügel sind bei ihnen tendenziell beliebter als bei Fünf-Sterne-Gästen, praktische Utensilien wie Batterien und Fernbedienungen klaut der Vier-Sterne Hotelgast mit besonderer Wonne (2,7-mal bzw. 4,0-mal häufiger als der Fünf-Sterne Reisende).

Gliedert man die Delinquenten nach Nationalität, so ergibt sich ein differenziertes Bild. Es stellt sich etwa heraus, dass der deutsche Hotelgast einem eher langweiligen Diebstahlverhalten folgt: Neben Handtüchern und Bademänteln lässt er in erster Linie Kosmetik mitgehen. Viel genussorientierter geht es da schon bei den Österreichern zu: Geschirr und Kaffeemaschinen tauchen weit oben in der Diebstahlskala auf: vom korrekten Esswerkzeug und den Zubereitungsvarianten für den kleinen Braunen kann man in der Alpenrepublik offenbar nicht genug zu Hause stehen haben.

Italiener bevorzugen Weingläser als Hotel-Souvenir, bei Schweizern rangiert hingegen der Haarföhn weit oben im Ranking. Der Franzose hingegen klaut schon etwas spektakulärer: Er vertritt die Nation, die mit Abstand am häufigsten Fernsehgeräte und Fernbedienungen mitgehen lässt. Holländische Hotelgäste sehen in ihren Mitbringseln vor allem den praktischen Nutzen: Zu ihren Favoriten zählen Glühbirnen und Toilettenpapier.

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