In Frankreich, dem Stammland des Weines, haben die Zahl der Weinbauern und die Anbaufläche in den vergangenen zehn Jahren deutlich abgenommen. Laut einer Statistik des Landwirtschaftsministeriums, die heute veröffentlicht wurde, ging die Zahl der Weingüter vom Jahr 2000 bis 2010 um ein Viertel von 110.000 auf 85.200 zurück.
Die Anbaufläche verringerte sich im selben Zeitraum um elf Prozent auf knapp 790.000 Hektar. Besonders betroffen war die größte Weinregion, das südfranzösische Gebiet Languedoc-Roussillon, wo die Anbaufläche um fast ein Fünftel abnahm.
Zwei Regionen verzeichneten dagegen mehr Weinberge: die Champagne, wo der Champagner produziert wird, und das Elsass. Wie in anderen Industriezweigen stieg auch im Weinbau der Frauenanteil: 27 Prozent der Chefs von Weingütern waren 2010 Frauen. 1988 lag die Frauenquote noch bei 13,5 Prozent.


