Ausgabe 09/2010

Gastronomie:
Herbstzeit ist Genusszeit

Catering:
Die Big Five erstmals in Diskussion

Caffetteria Giuseppe: 
7. Sinn für Lustgewinn

Sonderteil McDonald’s:
Der sanfte Riese

Ausgabe 09/2010 online lesen

50 Millionen Besucher sahen den James Bond, der auch in Bregenz auf der Seebühne gedreht wurde. Hauptdarsteller Daniel Craig lieferte eine spannende Verfolgungsjagd. Bild: cineweek
Filmförderung kräftig erhöht
22.01.2010

Das Wirtschaftsministerium lanciert nach dem Vorbild des deutschen Rabattmodells das Fördermodell "Filmstandort Österreich" zusätzlich zu den jurygebundenen Filmförderungen.

Gefördert werden programmfüllende Kinofilme mit mindestens 79 Minuten Spiellänge bzw. Kinderfilme mit mindestens 59 Minuten Spiellänge, soferne die Herstellungskosten bei mindestens einer Million Euro liegen (bei Dokumentationen 200.000 Euro). Planungsvorteil für die Branche ist die kurze Frist von sieben Wochen, innerhalb der Förderentscheidungen fallen müssen. Zentrale Voraussetzung für Koproduktionen ist dabei, dass die österreichischen Herstellungskosten mindestens 25 Prozent der förderungsfähigen Kosten betragen. Die maximale Unterstützung für ein Einzelprojekt liegt bei 25 Prozent der förderfähigen Herstellungskosten bzw. bei 15 Prozent des jährlichen Budgets von "Filmstandort Österreich". Das Jahresbudget war mit 20 Millionen Euro geplant, "in Zeiten wie diesen" kam es zu Kürzungen:  2010 werden 5 Millionen Euro ausgeschüttet, 2011 und 2012 jeweils 7,5 Millionen.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner streute am Donnerstag - bei einer kurzfristig angesetzten Präsentation des Fördermodells mit Danny Krausz, dem Obmann des WKÖ-Fachverbandes Filmindustrie, sowie dem Schauspieler Karl Markovics - Optimismus: "Mit dieser Kreativitätsprämie stärken wir den Filmstandort Österreich und können die Abwanderung von Filmschaffenden aus wirtschaftlichen Gründen verhindern. Know-how und Wertschöpfung bleiben so im Land. Zugleich wird Österreich für internationale Koproduktionen und Kofinanzierungen mit einem heimischen Partner attraktiver.

ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn freut sich darüber, dass mit dem neuen Filmfördermodell nach deutschem Vorbild ein ÖHV-Vorschlag realisiert wurde. „Filme bringen Destinationen einem weltweiten Millionenpublikum näher“, verweist Reisenzahn auf den aktuellsten James Bond-Film: Mehr als 50 Millionen Kinobesucher sahen die Seebühne Bregenz und die Festspiele.

Erfolgsbeispiele zeigen, wie massiv Filme Urlaubsentscheidungen beeinflussen: Nach dem Filmstart von „Braveheart“ vervierfachte sich die Zahl der Besucher des Wallace Monument. Rosslyn Chapel in Schottland wurde nach dem Erfolg des „Da Vinci Code“ von doppelt so vielen Besuchern besichtigt wie davor. 10 bis 20 % der Urlauber lassen sich bei der Wahl ihres Urlaubsortes von Filmen beeinflussen. Dazu kommen die Nächtigungen des Produktionsteams und, bei internationalen Großproduktionen wie beim „Knight and Day“ im vergangenen Sommer in Salzburg, die Berichterstattung schon während der Dreharbeiten. „Mit klassischer Werbung lässt sich höchstens ein Drittel dieses Effekts erzielen“, so Reisenzahn.