Gasthausrechnung eingescannt, von Lunchit erfasst und dem Arbeitgeber zur Auszahlung der Unterstützung übermittelt. 4,40 Euro pro Arbeitstag sind in Österreich steuerlich relevant möglich.

© Lunchit

Essenszuschuss via App anfordern

03.07.2017 - Als „größte Kantine der Welt“ feiert das Münchner Start-up „Spendit“ seine Geschäftsidee. Der gute alte Essensgutschein wird hier durch die App „Lunchit“ ersetzt. Der Nutzer muss hier nur noch Belege sammeln. Seit einiger Zeit auch in Österreich möglich.

 

Vor drei Jahren startete Lunchit in Deutschland zunächst mit einer Prepaid-Kreditkarte und später mit einer eigenen App. Seit einigen Monaten ist man auch in Österreich aktiv. Den Markt im Alpenland bezeichnet Ralph Meyer, Gründer des Start-ups Spendit als „vielversprechend“. Eine Bewilligung vom Finanzministerium habe man bereits eingeholt, sagt Meyer mit einem Seitenhieb auf die deutsche Verwaltung: „In Deutschland haben wir 18 Monate bis zur Freigabe gebraucht, in Wien waren es zwei Tage.“ Das berichtet die Branchenplattform „cafe-future.net“.

Demnach ist Lunchit ein digitaler Universalgutschein. Statt bei vorher festgelegten Restaurants oder Betriebsrestaurants einen Essensgutschein einzulösen, könne man mit der digitalen Lösung überall essen gehen. Ob sich die Mitarbeiter im Supermarkt einen Salat holen oder in einem Gasthaus zu Mittag essen ist egal.

So funktioniert das System im Detail: Mit der App wird die Rechnung für das Mittagessen eingescannt. Der digitalisierte Beleg wird im Lunchit-System gespeichert und zehn Jahre lang aufbewahrt. Dem Arbeitgeber wird am Monatsende eine Datei mit dem Bruttobetrag übermittelt. Wo und was gegessen wurde, erfahre der Arbeitgeber nicht, versichert Meyer: „Das fällt in die Privatsphäre des Mitarbeiters“.

In Österreich zählt Lunchit rund 30 Firmen als Kunden, bis Jahresende sollen es 500 werden. Dann sollen nach den Plänen Meyers dort 5000 bis 7000 Arbeitnehmer die Gutschein-App nutzen. Das System finanziert sich über eine von den Arbeitgebern eingehobene Gebühr.

 

 

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