Zu kalt: das beliebte Gastronomiegemüse Spargel wird heuer weniger geerntet. Bild: regio.de

Ernteeinbußen bei Spargel
17.05.2010
Das kalte Frühjahrswetter ist schuld: Alleine im niederösterreichischen Marchfeld rechnen die Spargelbauern mit bis zu 20 Prozent weniger Ernte.

Die nö. Spargelbauern rechnen wegen des kühlen Wetters im Frühjahr und des derzeitigen Dauerregens mit spürbaren Ernteeinbußen. Die Spargelernte hat heuer verspätet begonnen, derzeit ist sie im Marchfeld in vollem Gang.

Das kühle Frühjahr und der Regen gerade zur Erntezeit beeinträchtigen das Wachstum des Spargels. „Im Vorjahr wurden in Niederösterreich mehr als 1500 Tonnen Spargel geerntet, heuer könnte die Erntemenge um bis zu 20 Prozent geringer sein“, sagt Josef Harbich vom Verein Marchfeld Spargel, es werde daher mehr Spargel aus dem Ausland importiert.

Unterdessen sehen sich immer mehr Spargelbauern mit wirtschaftlichen Problemen konfrontiert. Das hat weniger mit dem schlechten Wetter als vielmehr mit der Konkurrenz aus östlichen Nachbarländern zu tun. Der aus diesen Ländern importierte Spargel ist wesentlich billiger, außerdem sei auch der Spargelkonsum generell rückläufig, weshalb immer mehr Spargelbauern sogar schon ans Aufhören denken.

Setzt sich das kühle Wetter fort, droht auch an anderer Front Ungemach: Auch die Weinstöcke sind bereits ausgetrieben. Die Weinbauern hoffen, dass es nicht noch kälter wird, denn vor allem Nachtfrost wäre für die Pflanzen sehr schädlich.